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Glosse Wirtschaft : Reformdruck

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ami. Daß die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung steigen werden, gilt vielen Fachleuten als ausgemacht. Offen scheint nur der Zeitpunkt, zu dem sie angehoben werden. Einer Reihe von Kassen steht das Wasser so hoch, daß sie zu Jahresbeginn einen höheren Beitrag einfordern müssen.

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          ami. Daß die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung steigen werden, gilt vielen Fachleuten als ausgemacht. Offen scheint nur der Zeitpunkt, zu dem sie angehoben werden. Einer Reihe von Kassen steht das Wasser so hoch, daß sie zu Jahresbeginn einen höheren Beitrag einfordern müssen. Bestätigt wird das für einige Allgemeine Ortskrankenkassen. Andere mitgliederstarke Organisationen wie die Ersatzkassen verzichten auf eine Anhebung zum Januar, lassen sich aber ein Hintertürchen offen. Kommt es schlimm, steigen die Sätze hier zur Jahresmitte. Wie schlimm es kommt, wissen die Kassen im Februar. Dann liegen die Zahlen für 2005 vor. Dann erst weiß man, ob sich die leichte Besserung aus dem dritten Quartal auch zum Jahresende fortgesetzt hat. Doch die Verwaltungsräte der Kassen entscheiden jetzt über die Haushalte 2006. Ihre Lust, sich in der vagen Hoffnung auf eine Besserung der Lage wieder zu verschulden, ist äußerst begrenzt. Ob die Lage sich wirklich bessert, ist zudem fraglich, denn das neue Sparpaket reicht kaum aus, die Finanzlöcher zu stopfen. Die Einnahmen werden sich angesichts einer sinkenden Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter kaum erhöhen, die Ausgaben dagegen sehr wohl. Damit steigt auch der Druck auf die politisch Verantwortlichen, sich zügig zu einer Systemreform zu bequemen. Immerhin.

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