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Glosse Wirtschaft : Reden ist billig

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dri. Keine Frage, die ausgeprägte Schwäche des Yen ist besorgniserregend - nicht nur, weil sie den internationalen Wettbewerb verzerrt, sondern weil sie zu Währungsspekulationen ungekannten Ausmaßes einlädt.

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          dri. Keine Frage, die ausgeprägte Schwäche des Yen ist besorgniserregend - nicht nur, weil sie den internationalen Wettbewerb verzerrt, sondern weil sie zu Währungsspekulationen ungekannten Ausmaßes einlädt. Das Volumen der "Carry Trades" sei so hoch wie nie zuvor, heißt es von den Banken. Investoren aus aller Welt, vor allem Hedge-Fonds, verschulden sich in Yen und investieren das Geld in höherverzinslichen Dollar-Währungen oder im Euro-Raum. Die Finanzminister des Euro-Raums wollen diesem Treiben nicht länger zuschauen. Mit ihrer öffentlich geäußerten Sorge fordern sie implizit die japanische Regierung und die Bank of Japan auf gegenzusteuern. Doch das ist leichter gesagt als getan. Die Wurzel des Problems ist der immer noch labile Zustand der japanischen Wirtschaft. Sie wächst zwar wieder solide und produziert einen enormen Leistungsbilanzüberschuss, doch eine Rückkehr zu einer "normalen" Zinspolitik kann sich Japan bisher nicht leisten. Die Deflation ist noch nicht überwunden. Nicht zuletzt um die Kritiker aus dem Ausland zu besänftigen, dürfte die Bank von Japan ihren Leitzins im Februar auf 0,5 Prozent verdoppeln. Das wird an der Gleichung der "Carry Trades" jedoch kaum etwas ändern. Politische Gipfel-Rhetorik kommt gegen das Renditekalkül der Anleger nicht an. Erst wenn Japans Wirtschaft über dem Damm ist, wird der Yen wieder nachhaltig aufwerten.

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