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Glosse Wirtschaft : Recht statt Freude

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cbu. Fußball ist Sport und Geschäft. Ein halbes Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland und kurz vor der Gruppenauslosung steigt in Fankreisen die Spannung. Und in der deutschen Wirtschaft steigt die Vorfreude auf Millionen Fans aus aller Welt.

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          cbu. Fußball ist Sport und Geschäft. Ein halbes Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland und kurz vor der Gruppenauslosung steigt in Fankreisen die Spannung. Und in der deutschen Wirtschaft steigt die Vorfreude auf Millionen Fans aus aller Welt. Reiseunternehmen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe bereiten sich auf einen Ansturm vor. Doch der Fußballweltverband Fifa verdirbt mit einem rigiden Programm zur Durchsetzung seiner Rechte die Vorfreude. Der Traum vom eigenen kleinen Stück des riesigen WM-Kuchens der begeisterten mittelständischen Unternehmer platzt, sobald ihnen klar wird, was sie im Dunstkreis der Weltmeisterschaft eigentlich noch dürfen: nämlich so gut wie nichts. Die Rechtslage ist verworren. Doch die Fifa geht rigoros vor. Das nimmt mitunter skurrile Züge an, die kaum noch jemand versteht. Da müssen die Stadien während der FußballWeltmeisterschaft umbenannt werden, auch eine geplante "Bannmeile" um die Spielstätten herum sorgt für viel Wirbel. Und warum große internationale Unternehmen wie Adidas als Sponsoren vor den WM-Brötchen des lokalen Bäckers geschützt werden müssen, hat auch noch niemand überzeugend erklärt. Die Nöte des Fußballweltverbandes in allen Ehren: Natürlich ist so ein Ereignis teuer, es müssen Einnahmen her. Doch hier ist jedes Maß verlorengegangen.

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