https://www.faz.net/-gqe-rvyf
 

Glosse Wirtschaft : Neue Gräben

  • Aktualisiert am

hig. Die IG Metall geht wieder auf Konfrontation. Mit einer völlig überzogenen Lohnforderung von fünf Prozent sowie der unzulässigen Einmischung in den Fall AEG reißt sie neue Gräben zu den Arbeitgebern auf.

          1 Min.

          hig. Die IG Metall geht wieder auf Konfrontation. Mit einer völlig überzogenen Lohnforderung von fünf Prozent sowie der unzulässigen Einmischung in den Fall AEG reißt sie neue Gräben zu den Arbeitgebern auf. Die alten waren in Pforzheim vor zwei Jahren ein Stück weit zugeschüttet worden, weil sich die Gewerkschaft endlich darauf eingelassen hatte, betriebliche Abweichungen vom Flächentarifvertrag zuzulassen. Nun soll wieder Schluß sein mit der Kooperation zur Sicherung der Beschäftigung. Die IG Metall nimmt den fortgesetzten Arbeitsplatzverlust, den selbst die wirtschaftlich vergleichsweise starke Metallindustrie verzeichnet, als Beleg dafür, daß sich Entgegenkommen bei den Löhnen nicht lohne. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Um die Beschäftigung zu stabilisieren, reichen die gewährten Zugeständnisse in vielen Fällen nicht aus. Noch immer liegen die deutschen Lohnstückkosten im internationalen Vergleich sehr hoch. Daher ist es fahrlässig, schon wieder kräftig zuzulangen. Erstreikt die Gewerkschaft mehr als das eine Prozent, das dem Produktivitätsfortschritt entspricht, schadet sie den Arbeitsplätzen und damit der Binnenkonjunktur. Und sie schadet ihrem Ziel, den Flächentarif zu erhalten. Dieser hat keine Zukunft, wenn er sich nicht an der Finanzkraft der schwächsten Unternehmen orientiert. Den stärkeren bleibt es schließlich unbenommen, ihre Arbeitnehmer freiwillig durch höhere Löhne zu motivieren.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.