https://www.faz.net/-gqe-rw09
 

Glosse Wirtschaft : Kommando zurück

  • Aktualisiert am

nf. Verdi bläst zum Kampf. Mit unbefristeten Streiks will die Gewerkschaft die Übernahme des modernisierten Tarifrechts für den öffentlichen Dienst erzwingen. Doch haben die Länder bisher aus gutem Grund ihre Unterschrift verweigert - trotz der positiven Ansätze, die das Vertragswerk enthält.

          1 Min.

          nf. Verdi bläst zum Kampf. Mit unbefristeten Streiks will die Gewerkschaft die Übernahme des modernisierten Tarifrechts für den öffentlichen Dienst erzwingen. Doch haben die Länder bisher aus gutem Grund ihre Unterschrift verweigert - trotz der positiven Ansätze, die das Vertragswerk enthält. Denn an der entscheidenden Stelle, der Wochenarbeitszeit, bleibt Verdi bockig. Mit Zähnen und Klauen verteidigt die Gewerkschaft die 38,5-Stunden-Woche für die Arbeiter und Angestellten, obschon die Beamten vielfach länger arbeiten müssen. Eine halbe Stunde unbezahlte Mehrarbeit am Tag wäre ein eleganter Weg, die angespannten und teilweise sogar verfassungswidrigen Länderhaushalte zu entlasten, ohne den Staatsdienern übermäßige Opfer abzuverlangen. Hier aber steht der Gewerkschaft ihr Dogma im Wege. Daher werden jetzt auch die Zugeständnisse, die Verdi den Kommunen bei der Arbeitszeit signalisiert hatte, als Farce entlarvt: Die Öffnungsklausel ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Ermuntert von ersten Mobilisierungserfolgen und in der Hoffnung auf nachgiebige Politiker vor den Landtagswahlen, setzt Verdi alles auf eine Karte - und könnte verlieren. Denn die Zeit spielt für die Arbeitgeber; jeden Monat erodiert die Tarifbindung weiter. Wenn die Gewerkschaft das verhindern will, muß sie einlenken und darf sich weiteren Kostenentlastungen nicht verweigern.

          Weitere Themen

          Schweiz buhlt um Deutsche

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.

           Lufthansa fliegt aus dem Dax Video-Seite öffnen

          Kursabsturz in Corona-Krise : Lufthansa fliegt aus dem Dax

          Die Corona-Krise hat dem Flugunternehmen schwer zugesetzt. Nun ist die Lufthansa aus dem Kreis der 30 deutschen Aktien Index gerutscht. Mit der Deutschen Wohnen schafft es erstmals seit 14 Jahren wieder ein Unternehmen aus der Hauptstadt in den Dax.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.
          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt es nichts Gutes.

          Neue Proteste in Amerika : „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“

          In Amerika gehen die Proteste mit unverminderter Kraft weiter. Drei frühere Verteidigungsminister sowie 86 weitere frühere Verteidigungspolitiker und Offiziere stellen sich derweil in einem Gastbeitrag gegen Trumps Militär-Drohung.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.