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Glosse Wirtschaft : Hotel Mama

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nf. Seit die Grünen keine Regierungsverantwortung mehr tragen, wetteifern sie in der Sozialpolitik mit der Linkspartei darum, wer der bessere Besitzstandswahrer ist. So geißelt der jugendpolitische Sprecher Kai Gehring die überfälligen ...

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          nf. Seit die Grünen keine Regierungsverantwortung mehr tragen, wetteifern sie in der Sozialpolitik mit der Linkspartei darum, wer der bessere Besitzstandswahrer ist. So geißelt der jugendpolitische Sprecher Kai Gehring die überfälligen Korrekturen beim Arbeitslosengeld II mit den Worten, Schwarz-Rot pfeife Erwachsene zurück ins "Hotel Mama", Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke spricht von "Daumenschrauben" für die Jugendlichen. Die Sozialpolitiker Brigitte Pothmer und Markus Kurth rügen, Schwarz-Rot halte Erwachsene "zwanghaft in der elterlichen Abhängigkeit" und verhindere, daß die Betroffenen ihr Leben in die eigenen Hände nähmen. Was sollen diese Vorwürfe? Gegenwärtig dürfen volljährige Kinder, die keine Arbeit haben, aus der Elternwohnung ausziehen und einen eigenen Hausstand gründen. Der Bund zahlt ihnen nicht nur die Unterkunft, sondern stockt auch noch das Arbeitslosengeld II von 80 auf 100 Prozent auf. Diesem absurden Vertreibungsprogramm, das zu Abertausenden von "Zellteilungen" geführt und die öffentlichen Kassen geleert hat, will die Koalition endlich ein Ende machen. Die Rechtfertigung hat der SPD-Politiker Klaus Brandner geliefert: In einer solidarischen Gesellschaft müssen die Familienmitglieder Verantwortung füreinander übernehmen. Den grünen Individualitätsaposteln ist das Bewußtsein hierfür längst abhanden gekommen.

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