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Glosse Wirtschaft : Eisern bleiben

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hig. Wird die "Rente mit 67" zum Muster ohne Wert? Immer neue Forderungen nach Ausnahmen von der geplanten Anhebung des regulären Rentenalters um zwei Jahre lassen das befürchten. Vertrauensschutz ist zwar bei einer Korrektur des Rentenrechts stets ein wichtiges Gebot.

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          hig. Wird die "Rente mit 67" zum Muster ohne Wert? Immer neue Forderungen nach Ausnahmen von der geplanten Anhebung des regulären Rentenalters um zwei Jahre lassen das befürchten. Vertrauensschutz ist zwar bei einer Korrektur des Rentenrechts stets ein wichtiges Gebot. Dem aber trägt die große Koalition hinreichend Rechnung, indem sie die Altersgrenze in Trippelschritten gestreckt über siebzehn Jahre erhöht. Darüber hinaus enthält der Gesetzentwurf schon unbegründete Zugeständnisse an langjährig Versicherte und zugunsten von Altersteilzeitabkommen. Mehr ist nicht drin. Es wäre schön, Bundesarbeitsminister Franz Müntefering bliebe jetzt eisern. Die Kosten der Frühverrentung zu Lasten der Sozialversicherungen sind hoch genug. Zieht die Koalition das Rentenvorhaben nicht endlich mit mehr Konsequenz durch, läuft sie Gefahr, dass dessen Signalwirkung auf den Arbeitsmarkt ausbleibt. Unternehmen und Beschäftigte werden sich erst dann an der neuen Altersgrenze orientieren, wenn es keine günstigen Ausweichmöglichkeiten mehr gibt. Außerdem schmälert jedes Zugeständnis an Arbeitgeber und Gewerkschaften die erwartete finanzielle Entlastung der Rentenkassen weiter. Das könnte bedeuten, dass auch die 67 über kurz oder lang in Frage gestellt werden muss. Andere Möglichkeiten, das Umlageverfahren vor dem Kollaps zu retten, gibt es nicht mehr.

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