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Glossar : Die Begriffe der Mobilfunkwelt

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Bluetooth, MMS, Wimax - Fachbegriffe aus der Mobilfunkwelt kurz erklärt.

          3 Min.

          Bluetooth: Funkstandard zur Überbrückung kurzer Distanzen zum Beispiel im Büro. Unterschiedliche Geräte wie Telefone, Computer, Drucker oder Kleincomputer (PDA) können sicher miteinander verbunden werden und Daten austauschen. Eine Datenübertragung zwischen verschiedenen Räumen ist nur in Ausnahmefällen möglich.

          DECT: (Digital European Cordless Telephony) Europäischer Übertragungsstandard für digitale schnurlose Telefone.

          GSM: (Global System for Mobile Communication) Ein weltweit gültiger Übertragungsstandard für digitalen Mobilfunk. Wird auch als die zweite Generation (2G) des Mobilfunks bezeichnet. Auch über GSM sind Datenübertragungen möglich. Die Geschwindigkeit erreicht aber nur 9,6 Kilobit in der Sekunde.

          GPRS: (General Packet Radio Service) Datenübertragungsprotokoll in GSM-Netzen, das eine höhere Geschwindigkeit von bis zu 56 Kilobit in der Sekunde ermöglicht und damit fast an die ISDN-Geschwindigkeit heranreicht. In der Praxis liegen die Übertragungsraten allerdings meist etwas niedriger. GPRS ist eine softwarebasierte Weiterentwicklung von GSM und wird daher auch als 2,5G bezeichnet.

          HSCSD: (High Speed Circuit Switched Data) Diese Technik nutzt die gleiche leitungsvermittelte Technik, wie sie auch bei der Sprachkommunikation in GSM-Netzen eingesetzt wird. Allerdings werden hier mehrere Kanäle gebündelt und die Geschwindigkeit der Datenübertragung auf diesem Wege auf bis zu 171 Kilobit in der Sekunde gesteigert.

          MMS: (Multimedia Messaging System) Als MMS werden vom Handy versandte Nachrichten bezeichnet, in die nicht nur Text, sondern auch Bilder und Töne integriert werden können. Um diesen Dienst nutzen zu können, brauchen die Kunden der Mobilfunkanbieter allerdings spezielle Endgeräte, die mit entsprechenden Funktionen und am besten auch mit einer Kamera ausgerüstet sind. Der Versand selber erfolgt ähnlich dem einer SMS, ist aber bisher noch wesentlich teurer.

          SMS: (Short Messaging Service) Die Übermittlung von Kurznachrichten, die zwischen Mobiltelefonen, aber auch über einen stationären Personalcomputer (PC) an ein Mobiltelefon übertragen werden können. SMS ist derzeit der populärste Datendienst im Mobilfunk.

          Wap: (Wireless Application Protocol) Standard zur Übertragung speziell aufbereiteter Internetseiten auf mobile Telefone. Wap wurde zunächst im Jahr 1999 gestartet und hatte schnell seinen Spitznamen "Wait and Pay" (warte und zahle) gefunden, da die Geschwindigkeit sehr langsam und die Kosten hoch waren. Heute werden viele Inhaltsangebote mit höheren Datenübertragungsraten über dies Protokoll auf Handys übertragen.

          W-Lan: (Wireless Local Area Network) Lokales Funknetz mit einer Reichweite von theoretisch rund 100 Metern. Die Geschwindigkeit für die Datenübertragung variiert dabei je nach eingesetztem W-Lan-Standard zwischen 11 und 54 Megabit je Sekunde. In der Praxis sind sowohl Übertragungsgeschwindigkeit als auch die Reichweite deutlich niedriger. Ein W-Lan-Sender, der einfach an zum Beispiel einen DSL-Festnetz-Anschluß angebunden werden kann, ist so für die Übertragung in Wohnungen oder Häuser geeignet. Inzwischen sind viele Hotels, Flughafen-Lounges oder Konferenzzentren mit W-Lan ausgerüstet. Der Zugang erfolgt dann meistens mit einem entsprechend ausgestatteten Laptop. Sprachtelefonate sind über das W-Lan derzeit nur möglich, wenn sie auf der Basis des Internetprotokolls (Voice over IP) erfolgten.

          Wimax: (Worldwide Interoperability for Microwave Access) Dies ist eine noch sehr junge Weiterentwicklung der W-Lan-Technik und ermöglicht wesentlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten und weit größere Reichweiten als ein W-Lan. Theoretisch können Entfernungen von bis zu 50 Kilometern im Umkreis eines Senders abgedeckt werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird bei rund 70 Megabit in der Sekunde liegen und damit deutlich höher sein als zum Beispiel beim schnellen Internetanschluß im Festnetz (DSL). Wie auch beim W-Lan ist die Sprachübertragung nur möglich, wenn sie auf der Basis des Internetprotokolls (Voice over IP) erfolgt.

          UMTS: (Universal Mobile Telecommunications System) Mobilfunk-Standard der dritten Generation (3G). Er ermöglicht - neben den reinen Sprachdiensten - die Übertragung von Daten mit rund sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit (384 Kilobit in der Sekunde). Später soll die Geschwindigkeit auf 2 Megabit in der Sekunde gesteigert werden. Die Flächendeckung beschränkt sich derzeit noch auf die großen Städte in Deutschland. Die kommerziellen UMTS-Dienste werden im Verlauf des Jahres 2004 gestartet.

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