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Glencore und Xstrata : Qatar gefährdet die Megafusion

  • Aktualisiert am

Glencore-Zentrale in Baar, Schweiz Bild: REUTERS

Die milliardenschwere Übernahme von Xstrata durch den weltgrößten Rohstoffhändler Glencore steht auf wackligen Füßen. Xstrata-Großaktionär Qatar Holding verlangt mehr.

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          Der Golfstaat Qatar gefährdet mit einer überraschenden Preis-Nachforderung in letzter Sekunde den Zusammenschluss der Rohstoff-Giganten Glencore und Xstrata im Volumen von 30 Milliarden Dollar. Der Golfstaat erklärte in der Nacht zum Mittwoch, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilsschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8. Wie mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, machen die Forderungen es den Unternehmen sehr schwer, die Fusion wie vereinbart durchzuziehen. Glencore müsse sein Angebot entweder bis Donnerstagabend aufstocken oder für Mitte Juli angesetzte Aktionärsversammlungen verschieben, hieß es. Qatar ist nach Glencore der zweitgrößte Aktionär von Xstrata und spielt daher bei dem Zusammenschluss eine wichtige Rolle.

          Die Forderung von Qatar folgt auf den Ärger anderer Aktionäre über großzügige Manager-Vergütungen. Der Staatsfonds des Landes erklärte, noch immer den Sinn des Zusammenschlusses anzuerkennen. Er wolle jedoch günstigere Bedingungen erreichen. Ein Banker vermutete hinter der Nachforderung eine koordinierte Aktion mehrerer Aktionäre.

          Die Fusion zwischen dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore und dem Bergbaukonzern Xstrata ist bereits vor geraumer Zeit von den Führungen beide Unternehmen vereinbart worden. Es wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Milliarden Dollar übernahm und damit zugleich eine neue Rekordmarke setzte. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in der Schweiz.

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