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Glasfaserkabel im Atlantik : High-Speed-Internet für St. Helena

Die Zeiten der Abgeschiedenheit sind für St. Helena bald vorbei: Die Südatlantikinsel wird an ein neues Glasfaserkabel im Ozean angeschlossen. Bild: AFP

Das ehemalige Exil Napoleons erhält Anschluss an ein Glasfaserkabel im Atlantik. So wird die Insel als Bodenstation für Satelliten interessant.

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          Erst ein Flughafen, jetzt der Anschluss an superschnelle Datenautobahnen: Die Zeiten der Abgeschiedenheit sind für St. Helena, die kleine Insel im Südatlantik, wo einst der verbannte Napoleon ausharrte, bald vorbei. Wie die Inselregierung Ende vergangener Woche mitteilte, wird die Insel nach langem Ringen über eine Abzweigung an ein neues, von Google geplantes Glasfaserkabel im Ozean angeschlossen. Ein entsprechendes Abkommen sei unterzeichnet worden.

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          „Es ist ein großer Moment, dass wir endlich dieses Ziel erreicht haben“, sagte Christian von der Ropp dieser Zeitung. Der deutsche Telekomexperte hat mehr als sieben Jahre lang für die Anbindung der „Saints“, wie sich die Insulaner nennen, gekämpft und eine Nichtregierungsorganisation gegründet, die sich für den Internetanschluss als Menschenrecht einsetzt. Viel Überzeugungsarbeit war nötig, nicht nur im britischen Parlament – St. Helena gehört zu Großbritannien –, sondern auch in der Europäischen Union und anfangs auch unter den Inselbewohnern.

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