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Gläubigerversammlung : Karstadt Kingsize

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Auch die öffentliche Hand und damit die Steuerzahler sind bei der Karstadt-Arcandor-Pleite dabei. Mit Ausfällen von voraussichtlich 650 Millionen Euro zählen sie zu den größten Verlierern der Pleite. Für große Zahlen interessiert sich längst auch die Staatsanwaltschaft.

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          Für große Zahlen - zumeist in den Sand gesetzt - war dieses Unternehmen in den zurückliegenden Jahren immer gut. An diesem Montag werden sich nun die Gläubiger ein zweites Mal treffen. Sie sollen dem Insolvenzplan zustimmen, der Karstadt eine Zukunft nach der Pleite sichern soll. Geht es danach, werden sie von ihren mehr als 2 Milliarden Euro Forderungen gerade 3 Prozent wiedersehen. Klappt es nicht mit dem Plan, werden es wohl noch weniger.

          Auch die öffentliche Hand und damit die Steuerzahler sind dabei. Mit Ausfällen von voraussichtlich 650 Millionen Euro zählen sie zu den größten Verlierern der Pleite. Für große Zahlen interessiert sich längst auch die Staatsanwaltschaft. Vergangene Woche hat sie abermals Ermittler in die Zentrale der ehemaligen Muttergesellschaft Arcandor geschickt, um noch mehr Unterlagen zu sichten. Dieses Mal soll es um Reisespesen des nicht für sonderliche Bescheidenheit stehenden früheren Chefs Thomas Middelhoff in Höhe von vielen hunderttausend Euro gegangen sein. Bisher war offenbar noch nicht viel Justitiables zu finden. Das kann alles heißen und nichts. Angesichts der Dauer der Ermittlung scheint der Sumpf tief zu sein. Kingsize eben.

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