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GIZ in Afghanistan : „Die Taliban wollen, dass wir weitermachen“

Unter strenger Beobachtung: Ein bewaffneter Taliban überwacht eine Versammlung in Kabul. Bild: AFP

Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit versucht, ihren Ortskräften in Afghanistan zu helfen. Bis zu 20 .000 könnten noch nach Deutschland wollen. Jeder Helfer soll 1000 Euro Abschlag erhalten.

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          Die Taliban haben in Afghanistan das Bewachen von Projektstandorten und Büros der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) übernommen. „Sie wollen, dass wir vor Ort weitermachen“, sagte Julius Spatz, Abteilungsleiter Afghanistan und Pakistan bei der GIZ in Eschborn. GIZ-Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Thorsten Schäfer-Gümbel und führende Manager unterrichteten die Mitarbeiter am Freitagmittag über das vom Haus eingekaufte Videoprogramm, darunter waren auch Mitarbeiter in Afghanistan. Bislang sei es dort zu praktisch keinen Übergriffen gekommen, hieß es.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          In den vergangenen Tagen hatte es viel Unmut auch unter den Mitarbeitern der GIZ selbst über deren Umgang mit ihren Ortskräften gegeben. Der Nachrichtensender Al Jazeera zitierte eine „afghanische GIZ-Mitarbeiterin“, die harsche Kritik übte: „Deutsche Soldaten, die zum Flughafen fahren, weigern sich, die lokalen Mitarbeiter der GIZ mitzunehmen. Sie nehmen nur diejenigen mit deutschen Pässen oder Visa mit. Und unsere Organisation hat keine Visa für uns ausgestellt“, kritisierte die Mitarbeiterin. Visa kann die GIZ freilich nicht vergeben.

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