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Gewinnprognose angehoben : Ryanair zeigt sich optimistisch

  • Aktualisiert am

Ryanair spürt keine Anzeichen einer Rezession Bild: dapd

Der größte Billigflieger Europas profitiert von höheren Ticketpreisen und hat seinen Gewinnausblick für das laufende Jahr um zehn Prozent angehoben.

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          Der irische Billigflieger Ryanair trotzt dem widrigen Marktumfeld und schraubt seine Gewinnerwartungen hoch. Der größte europäische Billigflieger erhöhte seine Prognose für den Vorsteuergewinn im laufenden Geschäftsjahr um zehn Prozent auf 440 Millionen Euro. Bislang hat Ryanair nach eigener Darstellung nichts von einer Verbraucherzurückhaltung zu spüren bekommen. Höhere Ticketpreise kompensierten einen Wachstumsdämpfer.

          Im Halbjahr bis September verdiente Ryanair den Angaben nach 452 Millionen Euro und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag bei 2,18 Milliarden Euro. Im abgelaufenen Quartal ergab sich ein Nettogewinn vor Steuern von 404 Millionen Euro.

          Der Luftfahrtverband IATA fürchtet, dass sich die Geschäfte der Fluggesellschaften zum Ende des Jahres eintrüben. Der Verband hatte auf das vielerorts rückläufige Verbrauchervertrauen, die hohen Kerosinkosten sowie den weltweit rückläufigen Handel verwiesen. Lufthansa legte zuletzt Zahlen vor, die deutlich vom hohen Ölpreis gekennzeichnet waren. International Airline Group, der aus British Airways und Iberia fusionierte Konzern, verbuchte ein Drittel weniger Gewinn im Quartal.


          „Wir sind gut gebucht in den nächsten Monaten“, sagte Finanzchef Howard Millar. „Bislang spüren wir keinerlei Auswirkungen durch die Rezession.“ Ryanair profitierte im abgelaufenen Halbjahr von einem höheren Umsatz pro Kunde. Dieser machte die hohen Kerosinkosten mehr als wett. Die Ticketpreise stiegen einschließlich der bei Ryanair üblichen Gepäckzuschläge um 13 Prozent, das Passagieraufkommen legte um zwölf Prozent zu. Die Kosten stiegen allerdings auch um 13 Prozent, vor allem wegen des Ölpreises. Daher will der Konzern 80 Flugzeuge am Boden lassen, was sich auf die Zahl der Flüge auswirken werde.Die Börse reagierte positiv auf die Zahlen: Ryanair-Aktien legten bis zum späten Vormittag um fast vier Prozent zu auf 3,48 Euro.

          Was den Verkauf der Ryanair-Beteiligung am irischen Rivalen Aer Lingus in Höhe von 29 Prozent angeht, dürfte nach den Worten von Millar vorerst nichts geschehen. Bislang habe Ryanair mit niemandem über einen möglichen Verkauf gesprochen. Das Unternehmen wolle nun erst einmal abwarten, an wen die Regierung ihre 25-prozentige Beteiligung abstößt. „Bislang hat sich niemand interessiert, den Anteil der Regierung zu übernehmen“, sagte Millar. Ryanair hat mehrfach vergeblich versucht, Aer Lingus zu übernehmen. Aer Lingus hatte befürchtet, bei einem Verkauf der Regierungsbeteiligung an Ryanair doch noch im Netz des Rivalen zu landen.

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