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Gewinne : Nokias goldene Bilanz

  • -Aktualisiert am

Der Handyhersteller aus Finnland hat eine glänzende Bilanz vorgelegt. Ein Gewinnsprung von 67 Prozent: Dieser Erfolg wird die Kritik am Entschluss des Unternehmens, sein Werk in Bochum zu schließen, beflügeln. Doch es hilft niemandem, das Streben nach Gewinn einäugig zu verteufeln.

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          Nokia hat eine goldene Bilanz vorgelegt. Ein Gewinnsprung von 67 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro: Dieser Erfolg wird die Kritik am Entschluss des Handyherstellers, sein Werk in Bochum zu schließen, beflügeln. Und er ist Wasser auf die Mühlen derer, die Wettbewerb und Marktwirtschaft skeptisch gegenüberstehen und mit dem Vorwurf der „gierigen Eigentümer“ schnell bei der Hand sind.

          Doch es hilft niemandem - schon gar nicht den vor der Entlassung stehenden Beschäftigten in Bochum -, das Streben nach Gewinn einäugig zu verteufeln. Denn hier liegt nicht nur der wichtigste Motor für Fortschritt und Wohlstand, es steht auch die Vorteilssuche des Kunden in keiner Weise der des Unternehmers nach. Der Käufer will das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, damit sein knappes Einkommen möglichst weit reicht. Allein aus Heimattreue mehr zu bezahlen, liegt ihm fern.

          Respekt vor den Kunden

          Ein Unternehmen, das dies nicht respektiert, ist schnell vom Markt gefegt. Vorausschauende Standortentscheidungen, wie die von Nokia, sind, so hart es klingt, ein Ausdruck von Respekt vor den Kunden. Statt das zu kritisieren, sollte man daraus lernen. Der Fall Nokia bietet manchen Fingerzeig, was hierzulande zu verbessern wäre.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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