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Trotz Umsatzanstieg : Gewinn von Amazon sinkt deutlich

  • Aktualisiert am

Paketauslieferung in New York Bild: Reuters

Der Handelskonzern Amazon konnte zwar den Umsatz steigern, aber der Nettogewinn ist deutlich gesunken. Der Aktienkurs ist nachbörslich deutlich gesunken.

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          Amazon hat im dritten Quartal trotz zahlreicher Einkäufe im Internet und florierender Cloud-Dienste erheblich weniger verdient. Hohe Ausgaben ließen den Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp 28 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) sinken, wie der größte Online-Händler am Donnerstagabend nach Börsenschluss in Seattle mitteilte. Damit blieb das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen der Wall Street, die Aktie fiel nachbörslich in einer ersten Reaktion um über acht Prozent.

          Dabei konnte Amazon die Prognosen beim Umsatz übertreffen. Hier gab es einen Anstieg um 24 Prozent auf 70 Milliarden Dollar. Allerdings enttäuschte der Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft - für das Schlussquartal stellte Amazon Erlöse zwischen 80 Milliarden Dollar und 86,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten mit deutlich mehr gerechnet. Amazon bekommt immer stärkere Konkurrenz, etwa durch den Handelskonzern Walmart, der sein Online-Geschäft ausbaut.

          Das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet läuft weiter gut, aber zunehmend flaut das Wachstum ab. Im jüngsten Quartal stiegen die Einnahmen der Web-Plattform AWS, die Cloud-Services an Firmen verkauft, um 35 Prozent auf knapp neun Milliarden Dollar. Verfolger Microsoft hatte am Vortag ein Umsatzplus von 59 Prozent für sein Konkurrenzangebot Azure bekanntgegeben. Amazon verbuchte zuletzt zudem einen starken Ausgabenanstieg um knapp 14 Milliarden Dollar im Jahresvergleich.

          Grund für den Gewinnrückgang ist vor allem, dass die Kosten für die Verkäufe um rund 33 Prozent zulegten. Amazon hatte zuletzt seine Anstrengungen hochgefahren, für Nutzer seines Kundenbindungsprogramms Prime mehr Produkte binnen eines Tages auszuliefern. Konzernchef Jeff Bezos zeigte sich zuversichtlich, dass das bevorstehende Weihnachtsgeschäft so zu einem Erfolg werde. „Die Kunden lieben den Wechsel von zwei Tagen auf einen Tag bei Prime“, sagte er. In diesem Jahr hätten sie schon Milliarden Artikel mit kostenloser 24-Stunden-Lieferung geordert. „Es ist eine große Investition, und es ist die richtige langfristige Entscheidung für die Kunden.“

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