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Gewerkschaft spricht von Mobbing : Wieder Selbstmordversuche bei Peugeot

  • Aktualisiert am

In der Werkshalle von Peugeot-Citroën im elsässischen Mülhausen Bild: AFP

Im vergangenen Jahr hat eine mysteriöse Selbstmordserie Frankreich erschüttert. Damals nahmen sich allein beim Autobauer Peugeot-Citroën sechs Mitarbeiter das Leben. Jetzt haben dort abermals zwei Menschen einen Selbstmordversuch unternommen. Die Gewerkschaft spricht von Mobbing.

          Beim französischen Autobauer Peugeot-Citroën (PSA) haben nach Angaben der Gewerkschaft erneut zwei Mitarbeiter einen Selbstmordversuch begangen. Die beiden Beschäftigten des PSA-Werks im elsässischen Mülhausen hätten über Mobbing geklagt, teilte die pro-kommunistische Gewerkschaft CGT am Donnerstag mit.

          Einer der Betroffenen habe sich in der Nacht zum Dienstag das Leben nehmen wollen und schwebe noch immer in Lebensgefahr. Der zweite Angestellte sei wegen seiner Homosexualität Schikanen ausgesetzt gewesen. Er habe in der vergangenen Woche einen Selbstmordversuch verübt.

          Anzeige wegen Mobbings

          Die Gewerkschaft CGT hat nach eigenen Angaben Anzeige wegen Mobbings erstattet. Die Leitung des PSA-Werks wollte zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen.

          Im vergangenen Jahr hatten sich sechs Mitarbeiter des Autobauers das Leben genommen, fünf im Mülhausener Werk und einer in einer Fabrik in Charleville-Mézières in den Ardennen. Die Direktion von PSA richtete daraufhin einen telefonischen Notdienst ein, über den sich die Beschäftigten an einen Psychologen wenden können. Insgesamt begingen 2007 rund ein Dutzend Franzosen am Arbeitplatz Selbstmord.

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