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Gewerkschaft ist empört : „Bereits die Rente mit 67 war ein Fehler“

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Wann kann wer in den Ruhestand gehen? Die Debatte tobt. Bild: dpa

Wie lange sollen die Deutschen arbeiten? Ein Vorschlag der Bundesbank ruft viele Reaktionen hervor – ganz unterschiedliche.

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          Der Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter auf fast 70 Jahre anzuheben, stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Bereits die Anhebung von 65 auf 67 Jahre sei „ein Fehler“ gewesen, sagte das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wer schwer arbeitet, hat ein höheres Sterblichkeitsrisiko als der Durchschnitt aller Erwerbstätigen. Wer also das Renteneintrittsalter anhebt, kürzt all diesen Menschen eiskalt deren Rente.“

          Für den Arbeitgeberverband BDA dagegen ist entscheidend, dass infolge der wachsenden Lebenserwartung auch das gesetzliche Rentenalter steigt. „Die gewonnene Lebenserwartung muss auch zu einer längeren Erwerbsphase führen und darf nicht nur einen immer längeren Ruhestand bedeuten“, sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter.

          Auch der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer begrüßte die Forderung der Bundesbank. Sie sei „ein wichtiger Impuls in der Debatte um Generationengerechtigkeit“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Ein flexibles Renteneintrittsalter würde den Fehler der großen Koalition korrigieren, das Alter für den Eintritt in den Ruhestand abzusenken.“ Andernfalls werde die durch Umlagen finanzierte Rente sehr bald an ihre Grenzen stoßen.

          Die Fachleute der Bundesbank hatten zu Wochenbeginn vorgerechnet, warum aus ihrer Sicht nötig ist, dass die Deutschen länger arbeiten – und erst mit etwas mehr als 69 Jahren in den Ruhestand gehen. Derweil streitet die schwarz-rote Koalition weiter darüber, ob es eine neue Rentenleistung braucht, um Menschen mit niedrigen Einkommen zu unterstützen. Entschieden haben Union und SPD noch nicht über die von Arbeitsminister Hubertus Heil vorgeschlagene  Grundrente.

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