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Öffentlicher Dienst : Kommt nun der Durchbruch im Tarifstreit mit den Ländern?

  • Aktualisiert am

Erzieher während einer Verdi-Streikversammlung im Hofbräuhaus am Alexanderplatz. Bild: dpa

Sechs Prozent mehr, mindestens aber 200 Euro zusätzlich im Monat fordern die Gewerkschaften. Heute beginnt die dritte Verhandlungsrunde.

          Zum Start in die wahrscheinlich entscheidende Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst fordern die Gewerkschaften die Länder zum Einlenken auf. Gewerkschafter seien immer einigungsbereit, sagte der Chef des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach. „Allerdings muss der Preis stimmen.“

          Der Verhandlungsführer der Länder, der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), hatte die Forderungen der Gewerkschaften bisher als unbezahlbar zurückgewiesen. Sechs Prozent mehr Gehalt verlangen sie, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Über die normale Lohnerhöhung hinaus wollen die Gewerkschaften Verbesserungen bei der Einsortierung einzelner Gruppen in die Entgeltordnung – etwa zugunsten von Erzieherinnen, Lehrern oder Pflegekräften.

          „Die Länder müssen Anschluss halten an die Einkommensentwicklung bei Bund und Kommunen“, mahnte Silberbach. „Und wir brauchen Entgegenkommen der Arbeitgeber bei den strukturellen Themen, etwa beim Zuschlag auf die Pflegetabelle.“

          Verdi-Chef Bsirske hatte am Vortag vor tausenden protestierenden Landes-Beschäftigten in Bremen gesagt: „Was bis jetzt von der Arbeitgeberseite gekommen ist, verdient die Note ungenügend.“ Die Länder müssten sich bewegen.

          Tagelang hatten Beschäftigte mit massiven Warnstreiks auf ihre Interessen aufmerksam gemacht. In Potsdam startet an diesem Donnerstag die dritte Verhandlungsrunde. Ein Durchbruch am Wochenende gilt als möglich.

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