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Pläne für Krankenhausreform : Karl Lauterbachs Klinikrevolte

Karl Lauterbach (zweiter von links) präsentiert die Arbeitsergebnisse der Regierungskommission für Krankenhäuser. Bild: dpa

Eine Regierungskommission schlägt vor, Fallpauschalen zurückzufahren und lieber Vorhaltekosten zu übernehmen. Die Länder und die Selbstverwaltung wurden dazu nicht gefragt.

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          Um drastische Worte waren die Ärzte am Nikolaustag nicht verlegen. Im deutschen Klinikwesen „brennt es lichterloh“, sagte Tom Bschor, der Koordinator der Regierungskommission zur Krankenhausversorgung in Berlin. Wenn man jetzt nicht handle, werde die Versorgung „kollabieren“. Das Kommissionsmitglied Christian Karagiannidis, zugleich Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, sieht den „Tanker des Gesundheitswesens“ in einer extremen Schieflage. Werde das Ruder jetzt nicht herumgerissen, „kentert das Schiff noch in den Zwanzigerjahren“.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Irmtraud Gürkan vom Berliner Universitätsklinikum Charité präsentierten die beiden Mediziner am Dienstag ihre Empfehlungen zu einer „großen Krankenhausreform“.

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