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F.A.Z. exklusiv : Private Krankenversicherer haben Oberwasser

Bessere Behandlung? Das Nordwestkrankenhaus in Frankfurt hat 2014 dieses Komfortzimmer nur für Privatpatienten eingerichtet. Bild: Marcus Kaufhold

Die Gesetzlichen Krankenkassen verlieren immer mehr Kunden an die Konkurrenz. Jahrelang war es andersherum. Inzwischen scheint es eine wachsende Furcht vor Leistungskürzungen zu geben. Das lässt die privaten Versicherer aufblühen.

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          Die privaten Krankenversicherer atmen auf. Jahrelang haben sie mehr Versicherte an die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) verloren, als sie von diesen hinzugewannen. Diese Abwanderung ist jetzt gestoppt. Nach Informationen der F.A.Z. betrug der positive Saldo 2019 rund 12.000 Personen. 2018 waren es erst 800 gewesen, zuvor hatten die GKV sechs Jahre lang die Nase vorn gehabt. Am gravierendsten waren die Verluste der Privaten 2013, als sie 37.300 Kunden abgaben. Das geht aus Daten des Verbands der Privaten Krankenversicherungen (PKV) hervor.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Die jüngste Entwicklung will dieser Ende des Monats vorlegen. Demnach gab es 2019 rund 146.000 Übertritte zur PKV, denen 134.000 Abgänge an die gesetzlichen Kassen gegenüberstanden. 2018 waren es 133.700 Übertritte und 132.900 Abgänge gewesen, so dass der Verband noch nicht von einer Normalisierung sprechen wollte. Jetzt aber sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther der F.A.Z.: „Das zweite Jahr hintereinander wechseln mehr Menschen von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung als umgekehrt. Hier scheint eine Trendwende stattzufinden, das freut uns natürlich.“

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