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Gesundheit : E-ssist vernetzt den Menschen komplett

  • -Aktualisiert am

Komplett vernetzt Bild: dpa

Geräte steuern, Informationen sammeln und die Gesundheit überprüfen - die Fraunhofer-Gesellschaft will all das nahe am eigenen Körper ermöglichen.

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          Der Prototyp sieht noch einigermaßen unzweckmäßig aus. Kleine graue Kisten sind Handgelenk, Unterarm und unter dem Herzen platziert, messen Puls, EKG, Temperatur und Blutdruck und übermitteln ihre Daten an den größeren Kasten an der Hüfte. Der leitet die Information an den Arzt weiter. Das alles soll es später in Pflastergröße geben und Patienten größere Mobilität durch drahtlose Datenübermittlung ermöglichen. Das Projekt könnte aber auch für Gesunde interessant sein, beispielsweise Segler, die auf See frühzeitig eine Diagnose brauchen.

          Das Projekt E-ssist der Fraunhofer-Gesellschaft bringt viele Anwendungen drahtloser Technik zusammen. Als eines davon soll das Body Area Network (BAN) dabei helfen, bei bedenklichen Zuständen „online“ den Arzt zu verständigen. „Es könnte auch zur Selbstermahnung gut sein, wenn beispielsweise der Blutdruck zu hoch ist“, sagt Christoph Schmidt vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltung (IIS).

          Kleiner, schneller, online

          Die Herausforderung sei es, das Ganze zu miniaturisieren und praktikabel zu machen. Dabei arbeite die Fraunhofer-Gesellschaft an einem Konzept, hoffe aber bei der Umsetzung auf Industrie-Partner. „Ziel ist es, Ende 2003 ein einsatzfähiges System zu haben“, sagt Schmidt.

          Ein anderes zentrales Gerät bei der Vernetzung des Menschen ist der Palm. Anders als BAN ist eine Anwendung mit dem Klein-Rechner auf der Cebit schon in Betrieb. Informationsbaken übermitteln Daten zum jeweiligen Stand sowie Lagepläne und Termine. Wenn der Palm in die Nähe einer solchen Bake kommt, kann der Besucher auf dem Bildschirm außer den Infos auch entsprechende Videos ansehen oder sonstige Zusatzmitteilungen bekommen. „Außer Messen wie der Systems, der Cebit, der Expo und neuerdings der Ifa sind auch Museen als Einsatzort denkbar“, sagt Martin Giersich vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD).

          Aber auch an anderer Stelle soll der Palm vernetzen. So sollen von dem kleinen Bildschirm aus Haushaltsgeräte gesteuert werden können. Auf Reisen soll ein Sender den genauen Aufenthaltsort bestimmen, die Route planen und Informationen beisteuern. Die Projekte einzeln sind meist nicht so neu, in diesem Umfang jedoch ein weiterer Schritt in eine vernetzte Welt.

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