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Gesundheitspolitik : Binnen vier Wochen Termin beim Facharzt

Auch ein Preis des Älterwerdens: Im Wartezimmer sitzen immer mehr multimorbide Patienten - Kranke mit mehreren Leiden gleichzeitig. Bild: dpa

Gesundheitsminister Gröhe zwingt die Kassenärzte, Servicestellen für eine schnellere Terminvergabe einzurichten. Die tun das allerdings nur unter Protest.

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          Das lange Warten auf einen Termin beim Hautarzt oder Orthopäden soll ein Ende haben: Vom 23. Januar an soll jeder Kassenpatient mit einer dringlichen Überweisung binnen vier Wochen einen Termin beim Facharzt bekommen – so will es Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) der Bundesländer müssen dazu sogenannte Terminservicestellen einrichten.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Sie tun das allerdings nur unter Protest: So teilten Vertreter der KV Hessen am Dienstag in Frankfurt mit, Terminprobleme bestünden „allenfalls in wenigen Fachgebieten“. Die Patienten seien an den Engpässen zudem mit schuld: Sie würden mehrere Fachärzte besuchen oder Termine nicht wahrnehmen, ohne abzusagen. Statt diese Probleme anzugehen, würden nun Millionen in ein Instrument „mit zweifelhaftem Nutzen für die Versicherten“ investiert, sagte Klaus-Wolfgang Richter, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hessen.

          Die Vereinigung erwartet, dass sie 25000 Termine im Monat vermitteln muss und rechnet mit Kosten von 500000 bis 1,3 Millionen Euro im Jahr. Sollte kein Termin zur Verfügung stehen, können die Patienten sich an ein Krankenhaus wenden.

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