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Chef der Wirtschaftsweisen : Wie schlimm wird das nächste Jahr, Herr Schmidt?

Christoph Schmidt ist Vorsitzender des Sachverständigenrats und Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI in Essen. Bild: Stefan Finger

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, spricht im F.A.S.-Interview über die Auswirkungen des Brexits, die weltweiten Handelskonflikte und den Stellenabbau in der Autoindustrie. Trotz der vielen Krisen sagt er: Die Zeit der Lohnzurückhaltung ist vorbei.

          7 Min.

          Herr Schmidt, die Nachrichten über die Wirtschaftslage werden immer schlechter. Wie schlimm wird das nächste Jahr?

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Nachrichten sind nicht so schrecklich, wie sie auf den ersten Blick wirken. Deutschlands Produktionskapazitäten sind ausgelastet. Wenn wir das typische Wachstum von Kapitaleinsatz, Arbeitsvolumen und technischem Fortschritt betrachten, dann schafft Deutschland im Jahr mittelfristig so ungefähr 1,5 Prozent Wachstum. Wir rechnen im Sachverständigenrat und in meinem Forschungsinstitut RWI damit, dass Deutschland sich im nächsten Jahr von oben diesem Wachstumspfad des Produktionspotentials annähert.

          Das heißt, die Wirtschaft würde um rund 1,5 Prozent wachsen. Das ist weniger als in den vergangenen Jahren.

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