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Gesetzentwurf : Schutz für Whistleblower

Der wohl bekannteste Hinweisgeber der vergangenen Jahre: Der Amerikaner Edward Snowden. Bild: dpa

Ein neues Gesetz soll Hinweisgeber vor Repressalien bewahren. Das wissen nur einige der betroffenen Unternehmen.

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          Hinweisgeberschutz gehört auf Google nicht zu den Hits unter den Suchanfragen. Das ist für Achim Weick ein Indiz, dass viele noch gar nicht ahnen, was ihnen bevorsteht – vor allem 17000 Unternehmen in Deutschland. „Nur wenigen ist bislang bewusst, was da bis Mitte Dezember auf sie zukommt“, sagt der Vorstandsvorsitzende der EQS Group, eines Informationsdienstleisters, der Plattformen Kapitalmarkt- und Investorinformationen anbietet. Zunächst sind Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sowie Behörden betroffen und von 2023 an Arbeitgeber mit mehr als 50 Beschäftigten. Die Zeit rennt. In neun Monaten muss ein sicheres Systems für Hinweisgeber (Whistleblower) installiert sein.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Ein Déjà-vu zeichnet sich ab. Vor drei Jahren gingen viele Betriebe unvorbereitet in die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), trotz Vorwarnungen. Sicher ist: Briefkästen in Unternehmen, E-Mails und Telefon-Hotlines sind als Hinweiskanäle für Whistleblower zu unsicher. Schon seit Jahren wird über die Notwendigkeit diskutiert, Hinweisgeber zu schützen, damit sie nicht Repressalien ausgesetzt werden, wenn sie das Fälschen von Finanzzahlen, Geldwäsche, Korruption, Wirtschaftsspionage, Betrug, Diebstahl, Unterschlagung, Mobbing oder sexuelle Übergriffe aufdecken.

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