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Weihnachten : Welche Last-Minute-Geschenke die Deutschen lieben

Einfallslos, aber nützlich: Gutschein als Geschenk Bild: obs

Weihnachten ist oft schneller da als gedacht. Last-Minute-Schenker lieben vor allem etwas Unkompliziertes. Und unterm Christbaum liegt immer mehr Digitales.

          An vielen Supermarktkassen verlieren Kunden heute leicht den Überblick. Dort wartet eine Armada an Karten: mit Prepaid-Guthaben für Handys, mit Auflade-Codes für Apple- und Google-Konten, für Streamingdienste oder Online-Shops. Gerade für Last-Minute-Menschen bieten solche Gutscheine eine besonders bequeme und noch kurz vor Weihnachten zu realisierende Geschenkgelegenheit. Wer kein Geld schenken will, schenkt Gutscheine. Auch wenn ein solcher Gutschein nicht sehr viel origineller ist als eine Banknote, mit der sich nur in einem Geschäft bezahlen lässt.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch es passt in die Zeit. Denn digitale Präsente stehen nach Erkenntnis des Hightech-Verbands Bitkom hoch im Kurs. Acht von zehn Deutschen schenken digital – wobei der Industrieverband den Begriff weit auslegt. Das beliebteste digitale Geschenk sind einer Umfrage zufolge Gutscheine für Online-Shops. 39 Prozent der Deutschen legen eine solche Karte für Amazon & Co. unter den Weihnachtsbaum. Guthaben für Handy-Prepaid-Karten schenken 34 Prozent, Computer- und Videospiele 30 Prozent. 22 Prozent überraschen ihre Angehörigen mit einer Musik-CD, 19 Prozent mit einem Hörbuch, 14 Prozent mit Filmen oder TV-Serien auf DVD oder Blu-ray Disks.

          Der Bitkom findet das gut. Gutscheine für Online-Shops ließen sich „in der Regel noch auf den letzten Drücker kaufen und oft selbst ausdrucken“. Damit könne man „nichts falsch machen, denn der Beschenkte kann sich einfach und bequem das Passende selber aussuchen“, wirbt Handelsfachfrau Julia Miosga. Noch weniger „falsch machen“ kann man freilich mit Bargeld: Der damit Beschenkte kann sich „das Passende“ noch einfacher und bequemer selbst aussuchen. Das dürfte freilich nicht ganz nach dem Gusto eines Industrieverbandes sein. Schließlich besteht immer die Gefahr, dass sich der Beschenkte gar nichts aussucht und die Euros an der produzierenden Wirtschaft vorbei spart oder gar spendet.

          Beliebte Geldgeschenke

          Und doch: Bargeld lacht, auch an Weihnachten. Die meisten Befragten, die in diesem Jahr Kindern und Jugendlichen eine Freude bereiten wollen – nämlich 59 Prozent –, tun das nach eigenen Angaben mit Geldgeschenken. Und ansonsten werden auch die Zwölf- bis 18-jährigen zum Fest vor allem mit Digitalem bedacht. Knapp jeder vierte Schenker überreicht einen Gutschein für den Online-Handel, 16 Prozent schenken CDs und DVDs, 15 Prozent Videospiele. Auch Hardware findet sich. „Das beliebteste Gerät unter dem Weihnachtsbaum ist in diesem Jahr das Tablet, das 13 Prozent an den Nachwuchs verschenken wollen“ konstatiert der Bitkom. Es folgen Spielkonsolen (11 Prozent) und Smartphones (9 Prozent). Mit alldem wird es an Weihnachten zumindest nicht langweilig. Die Geräte wollen schließlich sofort ausprobiert werden. Die stille Nacht ist alles andere als eine technik- und handylose Nacht.

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