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Gescheiterte Transfergesellschaft : Für die Schlecker-Frau

  • -Aktualisiert am

Die Pläne für eine Schlecker-Transfergesellschaft sind vom Tisch. Das könnte sich für die meisten der 11.000 Schlecker-Frauen noch als Glücksfall erweisen, denn die Arbeitsmarktlage ist günstig.

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          Die Entscheidung gegen die Transfergesellschaft könnte sich noch als Glücksfall für die meisten der 11.000 Schlecker-Frauen herausstellen. Vor dem Hintergrund der günstigen Arbeitsmarktlage wäre es geradezu fahrlässig gewesen, die Beschäftigten staatlich gefördert bis zu einem Jahr mit der Aussicht auf Pseudoqualifizierung zwischenzuparken. Besser als jetzt werden ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz nicht. Das wissen die Ministerpräsidenten und der Stuttgarter SPD-Finanzminister Nils Schmid natürlich auch, die trotzdem hartnäckig für die Transferlösung geworben haben: Anders als die FDP hatten sie nicht den Mut, den Schlecker-Frauen mit dieser Botschaft offen gegenüberzutreten.

          Mit dem Kündigungsschutz stimmt etwas nicht

          Der Fall Schlecker hält auch eine Lehre bereit: Mit den Regeln für den Kündigungsschutz steht es in diesem Land nach wie vor nicht zum Besten. Das Thema wird gern beschwiegen, keine Partei rührt daran. Doch wenn es stimmt, dass allein die Furcht vor Tausenden Kündigungsschutzklagen Investoren nun davon abhält, nach den Resten von Schlecker zu greifen und das Unternehmen zu sanieren, dann stimmt etwas nicht mit dem Kündigungsschutz. Auch diese Aufgabe wartet auf die FDP.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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