https://www.faz.net/-gqe-7808k

Geringfügig Beschäftigte : Grüne wollen Minijobs auf 100 Euro beschränken

  • Aktualisiert am

Studien belegen, dass viele Frauen oft nur schwer wieder aus Minijobs in reguläre Beschäftigung wechseln können Bild: dapd

Die Grünen wollen die Regelungen für Minijobs auf eine monatliche Verdienstgrenze von 100 Euro beschränken. Durch eine Reform könne mehr reguläre Beschäftigung entstehen, sagte Spitzenkandidatin Göring-Eckardt.

          1 Min.

          Die Grünen wollen die Regelungen  für Minijobs auf eine monatliche Verdienstgrenze von 100 Euro  beschränken. „Alle Verdienste über 100 Euro im Monat sollen steuer-  und abgabenpflichtig werden, mit reduzierten Beiträgen für geringe  Einkommen“, sagte die Spitzenkandidatin der Partei für die  Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, der „Rheinischen Post“. Als Ausnahme nannte sie den  „haushaltsnahen Bereich“, für den die „unkomplizierte Anmeldung der  Arbeitskraft erhalten“ bleiben solle.

          Zur Begründung für ihren Vorstoß sagte Göring-Eckardt der  Zeitung: „Als wir die Minijobs eingeführt haben, dachten wir, sie seien eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt.“ Die Erwartung habe sich nicht erfüllt. Durch eine Reform könne mehr reguläre  Beschäftigung entstehen. „Die Leute wären besser abgesichert und  könnten wieder mehr Rentenansprüche aufbauen“, sagte Göring-Eckardt.

          Als Minijobs werden Beschäftigungsverhältnisse mit einem  Monatsgehalt von aktuell bis zu 450 Euro bezeichnet. Minijobber  sind bis zu dieser Gehaltsgrenze von Steuern und Beiträgen zur  Sozialversicherung befreit. Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es  derzeit mehr als 7,4 Millionen Minijobs.

          Weitere Themen

          Auf die Öffnung folgt der Streik

          Konflikt im Einzelhandel : Auf die Öffnung folgt der Streik

          Die Innenstädte sind längst nicht wieder so gefüllt, wie vor der Corona-Krise. Im Kampf um höheren Lohn fordert die Gewerkschaft ihre Mitglieder trotzdem dazu auf, die Arbeit nieder zu legen. Warum kommt dieser Schritt ausgerechnet jetzt?

          Topmeldungen

          Guten Tag! Joe Biden und Wladimir Putin geben sich in Genf die Hand.

          Gipfel mit Biden und Putin : Monologe zum Dialog

          Joe Biden und Wladimir Putin finden einige freundliche Worte füreinander. Inhaltlich aber gibt es in Genf keine Annäherung. Jetzt sollen Arbeitsgruppen weitersehen.
          Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank Fed

          US-Notenbank : Fed hält trotz Inflationssorgen am Niedrigzins fest

          Die amerikanische Notenbank hat ihre sehr lockere Geldpolitik bestätigt. Der Leitzins bleibe in der Spanne von null bis 0,25 Prozent. Allerdings rechnet die Fed für das Jahr 2023 mit einer ersten Anhebung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.