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Für biologische Zutaten : Entwicklungsminister Müller fordert Verzicht auf Mikroplastik in Shampoos

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Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bild: dpa

In zahlreichen Kosmetikprodukten sind mikroskopisch kleine Plastikpartikel enthalten – die eigentlich überflüssig sind. Entwicklungsminister Gerd Müller plädiert dafür, sie schnellstmöglich zu ersetzen.

          Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warnt wegen der Zunahme von Plastikmüll vor einer globalen Umweltkatastrophe. „Plastikmüll verschmutzt unsere Umwelt in einem unglaublichen Ausmaß“, sagte Müller der Zeitung „Augsburger Allgemeine“ vom Samstag.

          Er wies darauf hin, dass die Vereinten Nationen eine Verzehnfachung der Plastikabfälle in den Meeren bis 2050 erwarten. „Die Antwort kann nur lauten: weniger Plastik“, forderte der CSU-Politiker. Klassisches Plastik müsse durch wiederverwendbare Verpackungsstoffe ersetzt werden.

          Müller ergänzte dies durch eine Kampfansage gegen den Einsatz von Plastik in Kosmetika: „Überflüssig ist das Mikroplastik, das in den letzten Jahren in Duschgel oder Haarshampoo beigemischt wurde.“ Dafür gebe es „längst Ersatz aus biologisch abbaubarer Zellulose“. Trotzdem werde weiterhin „das Wasser mit Kleinstpartikeln verschmutzt, ohne dass wir es bemerken“, kritisierte der Minister.

          Hamburg Wasser will Verbot von Mikroplastik

          Mit Hamburg Wasser war im Juni erstmals ein großer deutscher Wasserversorger vorgeprescht und hat zum Kampf gegen Mikroplastik in Kosmetika aufgerufen. Wasserwerke und Kläranlagen seien „kein Reparaturbetrieb für gesellschaftliches und wirtschaftliches Fehlverhalten“, schimpfte Geschäftsführerin Nathalie Leroy.

          Das Unternehmen wünscht sich ein Verbot von Stoffen, die biologisch nicht abbaubar seien, keinen gesellschaftlichen Nutzen hätten und von Kläranlagen nicht vollständig gefiltert werden könnten. Vorbild sei Schweden. Dort wird vom 1. Juli an Mikroplastik aus Kosmetik und Körperpflege verbannt. Auch in den Vereinigten Staaten und Großbritannien ist das Verbot längst Realität.

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