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Geplantes Werk in Brandenburg : Testfall Tesla

  • -Aktualisiert am

Tesla-Chef Elon Musk Bild: dpa

Großprojekte werden in Deutschland oft skeptisch beäugt. Doch dabei sollte nicht vergessen werden: Wer vier Milliarden Euro und 12.000 moderne Arbeitsplätze verspricht, ist auch anderswo willkommen.

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          Bisher läuft die Ansiedlung der Tesla-Gigafactory für Elektroautos in Brandenburg erstaunlich rund. Die Proteste halten sich in Grenzen, die Landesregierung handelt geschickt. Der Kaufvertrag ist unterschrieben, erste Bomben sind – auch im Wortsinn – entschärft worden. Selbst Konzerngründer Elon Musk zeigt sich bemüht, die Bedenken zu entkräften, die bei Großvorhaben vielerorts unweigerlich aufkommen, in Deutschland aber oft besonders heftig ausfallen.

          Der winzige Hambacher Forst ist ein verstörendes Beispiel: Auf Druck einer schlagkräftigen Bewegung internationaler Klimaschützer und Kapitalismuskritiker zahlt das nicht waldarme Deutschland für den „Hambi“-Erhalt nun an RWE viel Geld. Sollte sich gegen das Roden der Bäume oder den Wasserverbrauch der Tesla-Fabrik ähnlich irrationale Stimmung breitmachen, wird Musks Geduld endlich sein.

          Wer vier Milliarden Euro und 12.000 moderne Arbeitsplätze verspricht, ist auch anderswo willkommen. Tesla ist ein Testfall über Brandenburg hinaus, ob Verträge hierzulande noch gelten, Genehmigungsverfahren zügig ablaufen und die Politik auch bei Gegenwind zu ihren Zusagen steht.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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