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Schritt gegen Geoblocking : EU-Wettbewerbshüter ringen Sky UK Zusicherungen ab

  • Aktualisiert am

Sky wird Verbrauchern den Zugang zum Angebot erleichtern. Bild: dpa

Filme und Sendungen sollen Verbraucher in Zukunft überall in Europa schauen dürfen. Nachdem die EU sogenanntes Geoblocking moniert hatte, lenken nun der Bezahlsender Sky UK und amerikanische Studios ein.

          Im Streit mit den EU-Wettbewerbshütern haben amerikanische Filmstudios und der Bezahlsender Sky UK zugesichert, Verbrauchern in Europa leichteren Zugang zu ihrem Angebot einzuräumen. Die Zusagen von Disney, NBCUniversal, Sony, Warner und Sky würden akzeptiert und für rechtlich verbindlich erklärt, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

          Die EU-Wettbewerbshüter hatten 2015 moniert, dass Kunden des Bezahlsenders Sky UK außerhalb von Irland und Großbritannien nicht auf bestimmte Filme und Sendungen zugreifen könnten (sogenanntes Geoblocking). Grund seien Lizenzvereinbarungen zwischen den Studios und dem Sender. Zudem sei festgeschrieben worden, dass die Filmstudios nicht anderen Sendern als Sky UK im Vereinigten Königreich und in Irland Dienste für das Bezahlfernsehen zur Verfügung stellten.

          Diese Klauseln schränkten den grenzübergreifenden Wettbewerb zwischen Bezahlfernsehanbietern ein, hatte die EU beanstandet. Die Betroffenen hätten sich nun verpflichtet, derartige Klauseln nicht mehr anzuwenden, erklärte die EU-Kommission.

          Die nun genehmigten Verpflichtungen gelten für die Dauer von fünf Jahren und betreffen sowohl die Online- als auch die Satelliten-Dienste für das Bezahlfernsehen sowie Video-on-Demand-Abonnementdienste.

          Das Filmstudio Paramount Picture hatte bereits 2016 auf die Bedenken der EU-Kommission reagiert.

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