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General Motors : Russische Hoffnung

Der russische Automarkt wächst rasant. Das zieht die Hersteller an, und General Motors hat mit Avtovaz einen großen Fisch an der Angel. Doch einen Ausverkauf der russischen Autoindustrie wird der Kreml mit Sicherheit nicht zulassen.

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          Der russische Automarkt regt die Phantasie westlicher Manager an. So vielversprechend sind die Wachstumsaussichten, so unterlegen ist die einheimische Konkurrenz, dass Ford, Volkswagen & Co. den Markt unter sich aufteilen könnten.

          Zwei Millionen Neuwagen wurden in Russland zuletzt verkauft, drei Millionen sollen es 2011 sein. Deshalb zieht es alle namhaften Automarken nach Osten, deshalb bauen sie dort Fabriken oder bandeln mit einheimischen Produzenten an.

          Großer Fisch an der Angel

          General Motors hat mit dem Lada-Eigentümer Avtovaz einen großen Fisch an der Angel. Mit ihrem Gebot für Avtovaz kommen die Amerikaner dem Fiat-Konzern zuvor. Doch so einfach geht die russische Rechnung auch für GM nicht auf. Die russische Regierung wird nicht zulassen, dass das Autogeschäft an den heimischen Firmen vorbeigeht: Die Macht bei Avtovaz hat der staatliche Rüstungsexporteur Rosoboronexport übernommen.

          Und als Retter der russischen Autoindustrie hat sich auch schon längst der einflussreiche Oligarch Oleg Deripaska aufgeschwungen. Ihm gehört Gaz, Russlands zweitgrößter Autohersteller. Westliches Knowhow ist in Russland willkommen. Aber einen Ausverkauf der russischen Autoindustrie wird es bestimmt nicht geben.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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