https://www.faz.net/-gqe-ae5t1

Standortrisiko Geldwäsche : Eine lange Liste an Skandalen

Hauptsitz der Danske Bank in Kopenhagen: Dänemarks größtes Institut steht im Mittelpunkt des bislang schwersten Geldwäschefalls in Europa. Bild: Reuters

Geldwäsche ist zu einem Standortrisiko für den Finanzplatz Europa geworden. Deshalb ist das von der EU-Kommission vorgestellte Maßnahmenpaket zu begrüßen – es erhöht den Druck auf fahrlässige Länder.

          3 Min.

          Europa hat in der Bekämpfung der Geldwäsche dringenden Handlungsbedarf. Zu lang ist die Liste der Skandale, die europäische Banken wie Danske Bank, ABN Amro oder ING zu verantworten haben. Auch die Deutsche Bank steht regelmäßig im Fokus der Aufsichtsbehörden. Geldwäsche ist zu einem Standortrisiko für den Finanzplatz Europa geworden. Deshalb ist das in der vergangenen Woche von der EU-Kommission vorgestellte Maßnahmenpaket zu begrüßen. Denn es erhöht den Druck auf die oft fahrlässigen Mitgliedsländer.

          Die wichtigste Errungenschaft ist die Schaffung einer neuen EU-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche bis zum Jahr 2024. Es spricht einiges dafür, sie in Frankfurt anzusiedeln. Schließlich ist die Mainmetropole der wichtigste Bankenplatz in Kontinentaleuropa und verfügt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie deren Bankenaufseher über das Wissen vor Ort, das die neue Behörde braucht. Denn sie muss sich Überblick über unzählige Finanztransaktionen verschaffen und gleichzeitig die Geldwäschebekämpfung in Europa koordinieren.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Christian Lindner, Olaf Scholz und Annalena Baerbock im Juni in Berlin

          Analyse der Bundestagswahl 2021 : Welche Koalition wollen die Wähler?

          Wie die SPD im Lauf des Wahlabends aufholte, wieso die Kandidaten für diese Wahl entscheidend waren – und warum die FDP bei den Erstwählern die Grünen abhängt.
          Norbert Walter-Borjans am Montag in Berlin

          Wer bildet die Regierung? : Die SPD lockt die Liberalen mit Drohungen

          Die Führung der SPD sucht mit merkwürdigen Methoden nach einem Partner. Gegenüber der FDP und ihrem Vorsitzenden wird sie geradezu beleidigend. Deren Vorstellungen seien „Voodoo-Ökonomie“, sagt Norbert Walter-Borjans.
          Sorgt sich nicht nur um Frankreichs Größe nach dem U-Boot-Streit mit Amerika und Großbritannien: Präsident Emmanuel Macron

          Macron und der Pazifik-Pakt : Zorn über den britischen Dolchstoß

          Macron dringt nach dem Pazifik-Pakt auf Europas Souveränität in der Verteidigung. Für den französischen Präsidenten enthüllt das Bündnis das außenpolitische Spaltpotenzial des Brexits.