https://www.faz.net/-gqe-83k6w

Manipulationen am Devisenmarkt : Neue Milliardenstrafe für Großbanken

  • Aktualisiert am

Die höchste Strafe muss die Barclays Bank zahlen. Bild: dapd

Der Skandal um die Manipulation von Devisenkursen kommt zahlreiche Großbanken abermals teuer zu stehen. Sechs Geldhäuser müssen insgesamt knapp sechs Milliarden Dollar zahlen.

          1 Min.

          Wegen Manipulationen am Devisenmarkt müssen sechs internationale Großbanken Geldstrafen in einer Gesamthöhe von knapp sechs Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) zahlen. Die amerikanischen Banken Citigroup und JPMorgan Chase sowie die britische Barclays Bank und die Royal Bank of Scotland bekannten sich in einem erneuten Skandal in der Finanzbranche schuldig, wie das amerikanische Justizministerium am Mittwoch mitteilte.

          Neben der Geldstrafe verliert die Schweizer Bank UBS demnach ihre Immunität und damit den Schutz vor Strafverfolgung. Die Bank of America muss keine Geldstrafe zahlen, sondern nur die von den Behörden geforderte Entschädigung an ihre Kunden zahlen.

          Die Regulierungsbehörden beider Länder werfen den Devisenhändlern der großen Institute vor, sich zwischen 2007 und 2013 über Kurznachrichten und Chat-Foren abgesprochen zu haben, um einen Referenzsatz des Devisenmarktes zu manipulieren und sich auf Kosten der Kunden zu bereichern. Demnach wurde der Wechselkurs von Euro und Dollar manipuliert.

          An dem Chat-Forum beteiligten sich demnach die Händler von Citigroup, JPMorgan Chase, UBS, Barclays und Royal Bank of Scotland. Die höchste Strafe muss die Barclays Bank zahlen mit 2,4 Milliarden Dollar.

          Weitere Themen

          Dax steigt auf Rekordhoch Video-Seite öffnen

          Trotz Corona : Dax steigt auf Rekordhoch

          Der Höhenflug an den Aktienmärkten hält an. Befeuert von soliden Firmenbilanzen stieg der Dax bis zum Freitagnachmittag um 1,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 15.431,09 Punkten.

          Topmeldungen

          Hat wesentlich zur Bekanntheit von Pennystocks beigetragen: Der Film „The Wolf of Wall Street“.

          Die Vermögensfrage : Spielwiese Pennystocks

          Pennystocks bezeichnen Titel unter einem Wert von einem Euro. Der flotte Handel mit solchen Aktien verspricht das schnelle Geld. Leider gibt es einen Haken: das Risiko.
          Ein Arbeiter trägt einen Abgeordnetenstuhl durch den Plenarsaal.

          Söder oder Laschet : Abgeordnete befürchten Reise nach Jerusalem

          Viele Abgeordnete der CDU haben Söder unterstützt, weil sie glauben, er sei besser in der Lage, ihren Sitz im Bundestag zu retten. Laschet-Anhänger sehen sich weniger auf die Umfrage-Lokomotive aus Bayern angewiesen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.