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Angst vor Geldentwertung Kommt nach der Seuche die Inflation?

Explodierende Staatsschulden und eine hyperaktive Geldpolitik wecken Sorgen vor Geldentwertung. Dazu muss es nicht kommen. Die Politik kann das verhindern – und sei es um den Preis von Staatsbankrotten.

Von Gerald Braunberger

Wird unser Geld an Wert verlieren?
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Wird unser Geld an Wert verlieren?

Mehr als 7 Billionen Euro haben Regierungen nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds bisher in der Corona-Krise mobilisiert. Damit nicht genug: Die Zentralbanken haben Programme, meist Anleihekäufe und Kreditvergaben, über mehrere Billionen Euro angekündigt. Die Zahlen sind schwindelerregend, und sie werfen die Frage auf: Lässt sich eine solche Politik betreiben, ohne am Ende Inflation zu erben?

Güterpreisinflation kennt viele Ursachen, und es lohnt sich, die wichtigsten kurz anzuschauen. Eine bekannte Ursache sind Kostenschübe zum Beispiel für Rohstoffe, Löhne oder Kapital, die von Unternehmen über steigende Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen weitergegeben werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient hier die Zukunft der Globalisierung, die nach Ansicht vieler Fachleute in den vergangenen zwanzig Jahren die Inflationsraten in den Industrienationen niedrig gehalten hat, weil die zu niedrigen Löhnen in Schwellenländern wie China produzierten Güter die Preise in den Industrienationen niedrig gehalten und starke Lohnsteigerungen verhindert haben. Nach Schätzungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich könnte dieser Einfluss die Inflationsrate in den Industrienationen um einen Prozentpunkt gedrückt haben.

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