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Pasta-Kette : Vapiano lässt weiter viele Fragen offen

Vapiano hat endlich eine Refinanzierung auf die Beine gestellt. Nun muss der neue Mann an der Spitze überzeugend darlegen, wie er das Unternehmen wieder auf Kurs bringen will.

          Die Nachricht vermag die Anleger nur kurzfristig zu beruhigen. Nach langwierigen und ganz offensichtlich sehr schwierigen Verhandlungen hat Vapiano endlich seine Refinanzierung auf die Beine gestellt. Andernfalls hätte es für die Pasta-Kette düster ausgesehen.

          Doch auch fünf Monate nach Ablauf des Geschäftsjahrs ist das Unternehmen immer noch nicht in der Lage, der Öffentlichkeit Einblick in seine operative Entwicklung und Finanzsituation zu geben. Die wiederholte Verschiebung der Bilanzvorlage trägt nicht dazu bei, das Vertrauen des Kapitalmarkts zurück zu gewinnen.

          Nach den mehrfachen Prognosekorrekturen und dem abrupten Chefwechsel wäre dafür ohnehin wesentlich mehr nötig. Der neue Mann an der Spitze muss detailliert und überzeugend darlegen, wie er das schwächelnde Unternehmen wieder auf Kurs bringen will.

          Bislang bleibt die Strategie von Cornelius Everke noch sehr im Vagen. Wie viele unrentable Restaurants sollen geschlossen werden? Wie viele Neueröffnungen traut sich die Kette nach der überhasteten Expansion überhaupt noch zu? Wie soll es gelingen, die komplizierten Abläufe in den Filialen so zu verbessern, dass die Gäste nicht mehr über lange Wartezeiten klagen?

          Auch eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt der Vorstand bislang schuldig. Vapiano lässt weiterhin viele Fragen offen.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

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