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Gastbeitrag von Ökonom Fuest : Warum nur Freiheit gegen den Populismus hilft

  • -Aktualisiert am

Ökonom Clemens Fuest wurde am 6. Mai mit dem Hanns-Martin-Schleyer-Preis ausgezeichnet. Bild: dpa

Die populistischen Antworten auf die wirtschaftlichen Probleme machen alles nur noch schlimmer. Nun wollen die französische und die deutsche Regierung den Wettbewerb schwächen. Dabei ist die richtige Antwort freiheitliche Wirtschaftspolitik.

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          Wichtige Grundlagen unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung werden derzeit angegriffen: Freier Welthandel, Wettbewerb und Marktwirtschaft, Schutz des Privateigentums, europäische Integration, Pluralismus. Diejenigen, die dabei in der ersten Reihe stehen, heißen Donald Trump, Lega Nord und 5 Sterne, einflussreiche Politiker in Polen und Ungarn, Marine Le Pen, aber es sind auch deutsche Politiker darunter. Sie alle sind Vertreter einer Politik, die als populistisch bezeichnet wird.

          Der Begriff „Populismus“ ist unscharf. Der Duden definiert Populismus als „von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen ... zu gewinnen.“ Nun ist Demokratie die Herrschaft des Volkes, und dass sich da durchsetzt, was populär ist, darüber sollte man sich nicht beschweren. Trotzdem gibt es einen gefährlichen, pathologischen Populismus, den wir erkennen müssen. Er wird von Sozialwissenschaftlern wie folgt charakterisiert:

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