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Gase / Maschinenbau : Linde steigert Umsatz und Gewinn

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Bild: FAZ.NET

Der Wiesbadener Industriegase- und Gabelstaplerspezialist Linde hat in den ersten neun Monaten 2004 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen von Analysten übertroffen.

          Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) sei in dem Zeitraum auf 493 Millionen Euro gestiegen, teilte das im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistete Unternehmen am Donnerstag mit.

          Verglichen mit dem Vorjahreswert vor Sondereinflüssen sei das ein Plus von 14,7 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatte mit einem Ebita von 467 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte auf 6,903 Milliarden Euro nach 6,345 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verdiente Linde 153 (Vorjahr: 75) Millionen Euro.

          Gabelstablergeschäft legt um gut 12 Prozent zu

          Das Unternehmen bekräftigte, daß 2004 Umsatz und operatives Ergebnis - bereinigt um die Effekte aus dem Verkauf der Kältetechnik - leicht über den Vorjahreswerten vor Sondereinflüssen liegen werden.

          Im größten Geschäftsbereich Gase & Engineering habe Linde seinen Umsatz um 6,8 Prozent auf 3,876 Milliarden Euro gesteigert, teilte Linde mit. Das operative Ergebnis wuchs hier um 8,7 Prozent auf 511 Millionen Euro. Für die Sparte rechnet Linde sowohl bei Gasen als auch beim Anlagenbau für 2004 unverändert mit einem Anstieg des Umsatzes und des operativen Ergebnisses.

          Hohe Stahlpreise werden sich im Staplergeschäft negativ auswirken

          In der zweiten Konzernsparte Material Handling, in der das Gabelstaplergeschäft gebündelt ist, setzte Linde 2,413 Milliarden Euro um. Das ist ein Plus von 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang stieg ebenfalls um rund zwölf Prozent, und das Ebita kletterte um 23,6 Prozent auf 110 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Linde in der Sparte Umsatz und Ebita vor Sonderposten auf Vorjahresniveau.

          Die hohen Stahlpreise werden sich bei dem Wiesbadener Linde-Konzern nach den Worten von Linde-Chef Wolfgang Reitzle auf das Ergebnis der Gabelstaplersparte im Gesamtjahr auswirken. Wegen des großen Stahlanteils bei Gabelstablern machen uns die hohen Stahlpreise sehr zu schaffen", sagte Reitzle. Die Preise würden das Ergebnis in der Gabelstaplersparte mit 20 Millionen Euro belasten. „Wir hätten ein Traumergebnis abliefern können, statt essen werden wir ein Topergebnis haben", sagte Reitzle.

          Die kleinste Sparte, das Kältetechnikgeschäft, hatte Linde mit Wirkung zum 1. Oktober 2004 an Carrier, eine Tochter des in Hartford im amerikanischen Bundesstaat Connecticut ansässigen Konzerns United Technologies, verkauft.

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