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Gesetzesentwurf liegt vor : So sollen die Preisbremsen entlasten

  • -Aktualisiert am

Gas braucht auch die Industrie: Hier ein Werk von BASF Bild: AP

Die Details zur Gas- und Strompreisbremse stehen, die Energie soll schon von Januar an günstiger werden. Aber es dürfte es noch Diskussionen geben.

          5 Min.

          Was hat sich gegenüber den bisherigen Ankündigungen bei der Gaspreisbremse geändert?

          Die Gaspreisbremse soll nicht erst ab März greifen, wie ursprünglich von der Gaskommission und der Regierung geplant, sondern schon rückwirkend ab Januar. Damit haben die Länder eine ihrer zentralen Forderungen aus der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz durchgesetzt. Sie hatten eine „Winterlücke“ beklagt, falls es nach der Soforthilfe im Dezember im Januar und Februar keine Entlastungen geben sollte. Die Regierung hat sich dem jetzt gebeugt, die erwarteten Zusatzkosten für die zwei Extra-Monate belaufen sich auf rund 5 Milliarden Euro. Diese kommen also noch zu den 33 Milliarden Euro dazu, die für die Gaspreisbremse für Haushalte und kleine Gewerbetreibende für die Zeit von März bis Ende April 2024 zunächst angesetzt waren. Das Geld kommt aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), der kürzlich mithilfe von Krediten mit 200 Milliarden Euro gefüllt wurde.

          Worauf müssen sich Gaskunden einstellen?

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Für private Haushalte sowie kleine und mittelgroße Unternehmen wird der Gaspreis vom 1. Januar 2023 bis 30. April 2024 auf 12 Cent brutto je Kilowattstunde gedeckelt – jedoch nicht für den gesamten Verbrauch, sondern für 80 Prozent der Kilowattstunden aus dem Vorjahr. Die 12 Cent entsprechen in etwa dem Doppelten des Vorkrisenniveaus. Nach Angaben des Vergleichsportals Check 24 verlangten die Versorger zuletzt im Schnitt einen Kilowattstundenpreis von 16 Cent. Spüren werden die Verbraucher den Preisdeckel aber erst im März. Dann sollen die Energieversorger nach den Plänen der Regierung von sich aus, ohne dass die Kunden etwas tun müssen, die monatlichen Abschlagszahlungen heruntersetzen und auch die Gutschriften für den Januar und Februar abrechnen. Die Energieversorger hatten argumentiert, eine frühere Entlastung als im März sei organisatorisch nicht zu schaffen. Fernwärmekunden sollen 80 Prozent ihres im September 2022 prognostizierten Verbrauchs zu einem Bruttoarbeitspreis von 9,5 Cent je Kilowattstunden bekommen.

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