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Neue Mobilität : G7-Staaten wollen deutsche Regeln für automatisiertes Fahren

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Ingolstadt einen selbstfahrenden Audi A7. Bild: dpa

Verkehrsminister Dobrindt hatte unlängst einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der vollautomatisierte Fahrsysteme ermöglicht.

          Die sieben führenden Industrienationen wollen laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gemeinsame Leitlinien für das computergesteuerte, automatisierte Fahren nach deutschem Vorbild entwickeln. Darauf hätten sich die Verkehrsminister der G7-Staaten am Wochenende bei einem Treffen im japanischen Karuizawa geeinigt, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

          „Der G7-Gipfel in Karuizawa zeigt: Deutschland setzt Maßstäbe bei der Mobilität 4.0“, fügte Dobrindt hinzu. „Unsere politischen Initiativen werden zum Vorbild für die internationalen Rahmenbedingungen.“ Die Erarbeitung von Leitlinien auf G7-Ebene werde den Sprung zum automatisierten Fahren weiter beschleunigen und weltweit den Weg zu einer schnellen Markteinführung ebnen.

          Dobrindt hatte unlängst einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der vollautomatisierte Fahrsysteme ermöglicht und unter anderem die verpflichtende Einführung einer Blackbox vorsieht. Diese zeichnet auf, wann das System aktiv war und wann der Fahrer das Fahrzeug gesteuert hat.

          Ende dieses Monats wird außerdem zum ersten Mal die von Dobrindt eingerichtete Ethik-Kommission tagen. Sie soll unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo di Fabio Grundsätze für Berechnungsverfahren von automatisierten Fahrsystemen entwickeln.

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