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G-7-Gipfel in Elmau : Ein Ölpreisdeckel gegen Russland

Die Vertreter der G-7-Staaten und der EU am runden Tisch in Elmau. Bild: dpa

Die G7 planen einen Ölpreisdeckel. Das soll Putins Einnahmen schmälern und zugleich die Inflation drücken. Die Idee hat allerdings auch ihre Tücken.

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          Um 17 Prozent ist der Ölpreis für die Sorte Brent seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine gestiegen, der Gaspreis liegt sogar knapp 45 Prozent über dem Niveau von Ende Februar. Die hohen Energiepreise werden zunehmend zu einer Belastung für die Weltwirtschaft. Die Inflationsraten steigen, die Wachstumsprognosen sinken. Und mit dem Unmut von Bürgern und Unternehmen wächst der Druck auf die Regierungen, etwas zu tun.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Auf dem G-7-Gipfel auf Schloss Elmau haben die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen am Sonntag unter anderem über einen Ölpreisdeckel beraten. Besonders die Amerikaner werben für die Idee, einen Höchstpreis für russisches Öl festzusetzen, um Russlands Einnahmen zur Finanzierung des Krieges zu begrenzen. Unterstützung bekommen sie aus Kanada. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) signalisierte schon im Mai Offenheit für ein solches Instrument. „Wir zahlen nicht mehr jeden Preis“, sagte er damals.

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