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G-7-Treffen : Finanzminister nehmen Hedgefonds stärker ins Visier

  • Aktualisiert am

Steinbrück mit seinem amerikanischen Kollegen Henry Paulson: „Gut, dass wir darüber geredet haben” Bild: dpa

Auch wenn die Fonds zur Effizienz des weltweiten Finanzsystems beitrügen, sei Wachsamkeit geboten, heißt es bei dem Treffen der Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) in Essen.

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          Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) wollen Hedgefonds stärker ins Visier nehmen. Wachsamkeit sei geboten, auch wenn die Fonds zur Effizienz des weltweiten Finanzsystems beitrügen, heißt es in einem Entwurf des Schlusskommuniqués, wie am Samstag aus Delegiertenkreisen verlautete. Das Schlusskommuniqué wird für Nachmittag erwartet.

          Die Abschätzung der möglichen Risiken der Fonds werde immer komplexer, heißt es in dem Entwurf. „Angesichts des starken Wachstums der Hedgfondsindustrie und ihrer Handelspraktiken, müssen wir wachsam sein“. Man werde das Thema weiter verfolgen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte am Vortag darauf hingewiesen, dass es ein Erfolg sei, dass überhaupt erstmals über das Thema Hedgefonds gesprochen werde. In der Vergangenheit hatten sich vor allem die Vereinigten Staaten und Großbritannien dagegen gesperrt.

          Thema Wechselkurse

          Auf der Tagesordnung des Treffens unter deutscher Präsidentschaft standen am Samstag in Essen neben den Hedgefonds die Afrika-Hilfe, Wechselkurse, Energiepolitik, IWF-Reform. Das Finanzministertreffen in der „Villa Hügel“ hatte am Freitagabend mit einem Arbeitsessen begonnen, an dem auch die Finanzminister Brasiliens, Russlands, Indiens, Chinas, Südafrikas und Mexikos teilnahmen. Dabei ging es vor allem um die Entwicklung von Anleihemärkten in Schwellenländern und um die Welthandelsrunde.

          Nach Angaben des französischen Finanzministers Thierry Breton vom späten Freitagabend wird das Schlusskommuniqué voraussichtlich Aussagen zu Wechselkursen enthalten, aber nicht eine einzelne Währung hervorheben. Der japanische Yen hatte seit Januar 2006 gegenüber dem US-Dollar rund vier Prozent und gegenüber dem Euro sogar rund elf Prozent an Wert verloren.

          Die Euro-Zone und das weltweite Wachstum

          Für europäischen und amerikanischen Exportunternehmen heißt das, sie müssen sich der billigeren japanischen Konkurrenz stellen. Vor allem die Autobauer bekommen dies zu spüren. Hintergrund der Yen-Schwäche sind die historisch niedrigen Zinsen von 0,25 Prozent in Japan. Laut Breton wollen die G7 auch darauf hinweisen, dass die wirtschaftliche Bedeutung der mittlerweile 13 Mitglieder der Euro-Zone für die weltweite Konjunktur gestiegen ist.

          „Wir werden erklären, dass die Euro-Zone mehr zu dem weltweiten Wachstum beiträgt als bisher“, sagte der Minister und fügte hinzu, dass die Konjunkturperspektiven positiv seien. IWF-Chef Rodrigo de Rato, der als Gast an dem Treffen teilnahm, sagte, die japanische Notenbank habe zugesichert, ihre Geldpolitik mittelfristig zu normalisieren. Auf die Frage, ob der schwache Yen, der Wirtschaft im Euro-Raum schade sagte er, man könne nicht nur einen Aspekt analysieren.

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