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Lage in Hongkong : Nur ein Schluckauf?

Spiegel der Unruhe in der Stadt: Einer der vielen Protestmärsche in Hongkong Bild: Reuters

In der Metropole brennt die U-Bahn, die Elite wendet sich von den Protesten ab – und die deutsche Wirtschaft droht mit Abzug. Wie wird diese Krise enden?

          6 Min.

          Sechs Uhr abends auf dem Peak ist die Welt noch in Ordnung. Tommy, Enkel eines der mächtigsten Immobilienmagnaten der Stadt, will auf dem höchsten Berg der Insel ein Gruppenbild vor der Skyline. Doch wer soll es knipsen, sollen doch alle Freunde mit aufs Foto, bevor die Sonne untergeht? „Ich rufe einfach meinen Fahrer an.“

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Nein, nicht überall regiert das Chaos in Hongkong, einer Stadt, die seit sechs Monaten im Straßenkampf steckt. Auf der Fahrt runter vom Berg, wo vor einem Jahr ein Hauskäufer umgerechnet 190.000 Euro je Quadratmeter bezahlt hat, passiert die S-Klasse Bushaltestellen, an denen das philippinische Putzpersonal nach Dienstschluss wartet, als hätte gestern unten im Zentrum nicht wieder die U-Bahn gebrannt.

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