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Eilsitzung der DFL : Die Angst vor der Fußballkrise

  • -Aktualisiert am

Die Stadien bleiben leer. Und zu zeigen haben die Sender im Augenblick nichts. Bild: dpa

Bis vor kurzem wähnte sich die Fußball-Bundesliga noch als wirtschaftlich kerngesund. In Corona-Zeiten steht für die Vereine viel auf dem Spiel. Die Liga ruht. Die ganze Branche fürchtet um ihre Existenz.

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          Während die Fußball-Bundesliga gerade erst mit mehr als 4 Milliarden Euro ihren 15. Umsatzrekord in Folge vermeldet hat, drohen der Branche jetzt mit der Corona-Krise wie anderen Wirtschaftszweigen und Industrien erhebliche finanzielle Verwerfungen. Je kleiner die Klubs, desto größer wird das Risiko. Ohne Spiele und damit ohne Einnahmen aus Eintrittskarten, Werbung (Sponsoring) und vor allem aus der Medienvermarktung stehen in dieser Spielzeit für die erste und zweite Liga rund 750 Millionen Euro im Feuer. Sollte die Saison tatsächlich nach 25 Spieltagen beendet werden müssen, würde nur aufgrund des Wegfalls der Fernsehgelder für die letzten neun Runden 370 Millionen Euro verloren gehen.

          In einer Eilsitzung berieten sich die Vertreter aller 36 Profiklubs beider Ligen am Montag in Frankfurt mit dem Management der Deutschen Fußball Liga (DFL). Dort wurde beschlossen, dass der Spielbetrieb bis zum 2. April ruhen wird. Wie es genau weitergeht, ist unklar. Es geht schon seit Tagen um nichts anderes als die „Existenzsicherung“. Dieses Wort fiel noch nie in dem Wirtschaftsbetrieb Bundesliga. Direkt oder indirekt verdienen etwa 50.000 Menschen mit der Bundesliga ihr Geld, besagen DFL-Zahlen.

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