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Kommentar : Herz und Seele

  • -Aktualisiert am

BASF bekommt eine neue Führung. Bild: dpa

Ab Mai 2018 wird ein neuer Vorstandsvorsitzender BASF führen. Mit dem designierten Chef werden Fortschritt und Geschwindigkeit von den Mitarbeitern deutlich lautstärker verlangt werden.

          Der Tonfall und die Entscheidungsprozesse in der Chefetage des Chemiekonzerns BASF werden sich nicht erst im Mai verändern, wenn der bisherige Technikvorstand Martin Brudermüller zur Hauptversammlung dem jetzigen Vorstandsvorsitzenden Kurt Bock nachfolgen wird.

          Mit sofortiger Wirkung wird man gegen die Meinung des designierten Chefs Brudermüller kein Thema mehr anfassen; wobei das nicht heißen soll, dass er zuvor mit Bock regelmäßig über Kreuz gelegen und Entscheidungen nicht mitgetragen hätte. Im Gegenteil gelingt BASF durch den Personalwechsel ein Kunststück, das man als Wandel in Kontinuität bezeichnen könnte. Denn Bock und Brudermüller sind sehr unterschiedlich; sie hatten und haben auch verschiedene Förderer und Freunde im Konzern.

          Mit Brudermüller werden Fortschritt und Geschwindigkeit von den Mitarbeitern deutlich lautstärker verlangt werden als unter dem stiller fordernden Bock. Möglich, dass Letzterer eher eine Seele für die BASF hat, Brudermüller aber ein Herz. Das Entscheidende ist, beides miteinander im Einklang zu halten. Spannend wird sein, wie das auch dann gelingt, wenn Bock als Aufsichtsrat in das Unternehmen zurückkehrt.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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