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Führungspositionengesetz : „Die Frauenquote ist eine Gängelung“

Bild: dpa

Die Pläne der SPD zur Verschärfung der Vorgaben für eine Frauenquote stoßen auf Kritik - insbesondere aus den Reihen des Koalitionspartners.

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          Der SPD-Vorstoß zur Einführung einer Frauenquote in Unternehmensvorständen stößt beim Koalitionspartner auf wenig Gegenliebe. Auch von den Frauen aus der Union kommt bislang noch keine öffentliche Unterstützung: „Die Frauenquote ist eine Gängelung der Wirtschaft und der Frauen“, sagt Astrid Hamker, Präsidentin des CDU-Wirtschaftsrats: „Selbstbewusste und qualifizierte Frauen wollen nicht ob ihres Geschlechts, sondern ob ihrer Kompetenz ausgesucht werden.“ Zurückhaltender zeigt sich bislang die Frauenunion. Dort wird offenbar noch diskutiert. Die Bundesvorsitzende der Frauenunion, Annette Widmann-Mauz, will sich auf Anfrage noch nicht zu dem Gesetzentwurf äußern. Grundsätzlich dürfte es in der Frauenunion auch einige Befürworterinnen einer Vorstandsquote geben. Widmann-Mauz selbst hatte vor Jahren in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD den Kompromiss zu einer verbindlichen 30-Prozent-Quote in Aufsichtsräten erarbeitet.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Um ihren Plan durchsetzen zu können, sind Familienministerin Franziska Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) auf Unterstützung in der Unionsfraktion angewiesen, denn ihr Plan geht deutlich über das hinaus, was im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist. Die beiden Sozialdemokratinnen hoffen auf die Solidarität der Unions-Frauen, immerhin sind 51 der 246 Abgeordneten der Unionsfraktion weiblich. Die Familienministerin zeigt sich in der Sache hartnäckig. Sie habe in der Politik gelernt: „Penetranz schafft Akzeptanz“. Das sagte die Familienministerin kürzlich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und ergänzte: „Man muss nerven.“ Sie appelliere an Männer und Frauen in der Union, sich bei diesem Thema zu bewegen.

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