https://www.faz.net/-gqe-70xrf

Früherer BayernLB-Vorstand : Achteinhalb Jahre Haft für Gribkowsky

  • Aktualisiert am

Gerhard Gribkowsky im Gerichtssaal. Bild: dpa

Der frühere BayernLB-Vorstand Gribkowsky ist wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erhalten.

          1 Min.

          Der frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu acht Jahren und sechs Monaten Jahren Haft verurteilt worden. Gribkowsky hatte vor einer Woche zugegeben, 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erhalten und nicht versteuert zu haben. Das Münchner Landgericht sei dem Geständnis gefolgt und halte es nicht für ein taktisches Manöver gegen Ecclestone, sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll am Mittwoch bei der Urteilsverkündung. „Das Geständnis passt ins Bild.“

          Mit den Millionen wollte Ecclestone den Banker nach Überzeugung der Richter dazu bringen, die Beteiligung der BayernLB an der Formel 1 an seinen Wunschinvestor CVC zu verkaufen, um die Banken los zu werden. „Die Banken waren mehr als lästig“, sagte Noll. Im Gegenzug für das späte Geständnis nach acht Monaten Schweigen hatten die Richter Gribkowsky bereits vorab eine Haftstrafe von höchstens neun Jahren in Aussicht gestellt. Der Staatsanwalt wollte Gribkowsky hingegen zehn Jahre und sechs Monate hinter Gitter bringen, weil er mit erheblicher krimineller Energie gehandelt habe.

          Gribkowsky sitzt wegen der Millionenzahlungen schon seit eineinhalb Jahren in Untersuchungshaft. Seine Anwälte forderten die Staatsanwaltschaft auf, auch Ecclestone anzuklagen. Die Behörde ermittelt derzeit noch gegen Ecclestone und hat noch nicht über eine Anklage entschieden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Vertritt jene, die die Sicherheitsbehörden hinter Gittern sehen wollen: Strafverteidigerin Basay-Yildiz

          Anwältin Basay-Yildiz : „Meine Familie ist zum Abschuss freigegeben“

          Die Anwältin Seda Basay-Yildiz hat eine weitere Morddrohung vom „NSU 2.0“ erhalten. Die Schutzmaßnahmen für ihr Haus, die das LKA empfiehlt, muss sie selbst zahlen. Dafür kritisiert sie den hessischen Innenminister scharf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.