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Früherer Audi-Chef : Mit der S-Klasse zum Gericht

Rupert Stadler sitzt in München im Gerichtssaal. Bild: Reuters

Rupert Stadler hat eine neue Rolle: Er muss sich im Diesel-Prozess verantworten. Früher, in seiner Rolle als Vorstandschef der prestigeträchtigen VW-Marke Audi, fand er mehr Gefallen an öffentlichen Auftritten.

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          Das Auto seiner Wahl, mit dem der frühere Audi-Chef Rupert Stadler zum Prozessauftakt in Stadelheim vorgefahren wird, ist ein Fahrzeug der Konkurrenz: Eine Viertelstunde vor Beginn der Gerichtsverhandlung steigt der 57 Jahre alte Manager hastig aus einer grauen Mercedes-S-Klasse aus, begleitet von seinem Verteidiger Thilo Pfordte, und verschwindet wortlos im Eingang. Früher, in seiner Rolle als Vorstandschef der prestigeträchtigen VW-Marke Audi, fand er mehr Gefallen an öffentlichen Auftritten.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Stadler ist der letzte der vier Angeklagten, die sich im Dieselskandal vor dem Münchner Strafgericht verantworten müssen. Der erste, der in den frühen Morgenstunden in Stadelheim zu sehen ist, ist der einstige Motorenentwickler Henning L. Zu Fuß geht er die Straße an der Gefängnismauer entlang, vorbei an dem respekteinflößenden grauen Wachturm der berühmten Justizvollzugsanstalt.

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