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Freihandel : Brasilien plant eigenes Handelsabkommen mit der Europäischen Union

  • Aktualisiert am

Blick auf die brasilianische Metropole Rio de Janeiro Bild: Hotel Santa Teresa

Weil das südamerikanische Mercosur-Bündnis seit Jahren daran scheitert, ein Abkommen mit der EU zu schließen, will Brasilien nun einen Alleingang starten.

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          Brasilien, die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas, strebt auf eigene Faust ein Handelsabkommen mit der EU an. Nachdem gemeinsame Versuche an der Seite Argentiniens, Venezuelas und Uruguays als Teil des südamerikanischen Handelsbündnisses Mercosur jahrelang nicht zum Ziel führten, will Brasilien nun einen Alleingang starten. Das sagte der brasilianische Außenminister Antonio Patriota am Montag der Zeitung „Financial Times“ .

          Noch in diesem Monat soll ein entsprechender Vorschlag präsentiert werden. Brasilien steht unter Zeitdruck: Wegen des wirtschaftlichen Aufstiegs wird das Land von der Welthandelsorganisation ab nächstem Jahr als Volkswirtschaft mit mittlerem bis hohem Einkommen eingestuft und würde deshalb Vorteile im Handel mit der EU einbüßen. Nach dem Bericht der „Financial Times“ würde ein Abkommen zwischen Brasilien und der EU ein Handelsvolumen von 80 Milliarden US-Dollar (60 Mrd Euro) abdecken. Nach Angaben der EU-Kommission entfallen 37 Prozent des Handels der EU mit Lateinamerika allein auf Brasilien.

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