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Der Steuertipp : Freibeträge alter Fonds nutzen

  • -Aktualisiert am

Papierformular für die Einkommensteuererklärung Bild: dpa

Neue Anlage bei der Steuererklärung: Die Nutzung der neuen Anlage „Sonstiges“ kann sich für Anleger lohnen.

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          Viele Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung 2019 erstellen, bemerkten eine neue „Anlage Sonstiges“. Grund für diese neue Anlage ist, dass sich die Felder zum Ankreuzen auf dem Mantelbogen so vermehrt hatten, dass die Finanzverwaltung diese in die neue Anlage ausgelagert hat. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel die Abfrage, ob „ein verbleibender Freibetrag für bestandsgeschützte Alt-Anteile an Investmentfonds nach § 56 Abs. 6 Satz 2 InvStG zum 31.12.2018 festgestellt“ wurde.

          Veräußerungsgewinne mit Fondsanteilen, die man bereits vor 2009 gekauft hat, waren eigentlich steuerbefreit. Diese Steuerbefreiung ist mit der Investmentsteuerreform für Kursentwicklungen ab 2018 faktisch weggefallen, weil diese Reform beinhaltete, dass der Anleger fiktiv alle seine Fondsanteile zum 31. Dezember 2017 verkauft und sie zum 1. Januar 2018 wieder erworben hat. Der Gesetzgeber hat jedoch für die am 1. Januar 2018 fiktiv erworbenen Fondsanteile einen Steuerfreibetrag eingeführt, wenn es sich um steuerbegünstigte Altfondsanteile (also vor dem 1. Januar 2009 erworbene) handelt. Der ab dem 1. Januar 2018 entstehende Veräußerungsgewinn ist bei tatsächlicher Veräußerung bis zu 100 000 Euro je Anleger steuerfrei. Der noch nicht verbrauchte Freibetrag wird jährlich um die Gewinne aus der Veräußerung solcher begünstigter Altfondsanteile gemindert und vom Finanzamt gesondert festgestellt.

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