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Frauenquote : Qualifikation statt Quote

  • -Aktualisiert am

Die Bundesregierung will Unternehmen eine Frauenquote für Führungspostionen per Gesetz vorschreiben. Tatsächlich hat die Wirtschaft nicht genügend Frauen nach oben gebracht. Aber die Personalauswahl im Betrieb ist keine Sache des Staates.

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          Frauenförderung ist politisch in Mode und ein gutes Geschäft. So mancher Autor, Forscher oder Personalberater lebt gut davon, dass die Chefs deutscher Unternehmen meist Männer mit dem gleichen Lebenslauf sind. Aufsichtsratsvorsitzende suchen verzweifelt nach Aufseherinnen und landen stets bei derselben Handvoll, die als Multiaufsichtsrätinnen bereits mehr als ausgelastet sind.

          Offenkundig hat die deutsche Wirtschaft nicht genügend qualifizierte weibliche Führungskräfte ausgebildet und nach oben gebracht. Dieses Versäumnis, an dem übrigens die darüber klagenden Aufsichtsratsvorsitzenden ihren Anteil haben, ist bedauerlich, aber leider nicht über Nacht zu beheben. Die Politik braucht ja auch ihre Zeit, um bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen.

          Ausgerechnet in einer Zeit, in der Unternehmen auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren und mehr Frauen in Führungspositionen berufen, wollen die Ministerinnen für Arbeit und Familie (beide CDU) eine Frauenquote per Gesetz. Soll künftig nicht mehr die Qualifikation entscheiden? Sollen Frauen wegen des Geschlechts berufen werden? Personalauswahl im Betrieb ist keine Sache des Staates.

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